Spende
Grünenbacher Landjugend unterstützt elfjähriges Mädchen aus Togo

Sie heißt Yawa, wohnt in Afrika, genauer gesagt in Togo, ist elf Jahre alt und besucht dort die Grundschule. Und sie ist seit Kurzem das Patenkind der Grünenbacher Landjugend. Die rund 30 Jugendlichen haben für das Mädchen eine Patenschaft übernommen. 'Wir haben uns schon länger überlegt, etwas zu spenden, doch wir wussten nicht genau wohin', berichtet Felix Einsle, der erste Vorsitzende der katholischen Landjugend.

Durch verschiedene Aktionen wie Bewirtung beim Funken oder Maibaumfest sowie das Bockbierfest, das die Landjugend veranstaltet, hat die Jugendgruppe ein bisschen Geld angespart.

Die Idee zu dieser Patenschaft stammt von der 19-jährigen Stefanie Ray. Sie selbst hat seit knapp zwei Jahren ein Patenkind in Äthiopien. 'Wir haben uns auch geschrieben, und er hat mir ein Bild gemacht', erzählt die Grünenbacherin.

'Gedacht ist, dass man das Patenkind unterstützt, bis es 18 Jahre alt ist, und das wollen wir auch machen, solange unser Geld reicht', sagt Ray. 28 Euro überweist die Landjugend pro Monat an die Organisation 'Plan' mit Sitz in Hamburg. Mit dem Geld werden Impfungen durchgeführt oder in dem Dorf des Kindes Brunnen gebaut oder eine Krankenstation eingerichtet, so die Hilfsorganisation.

'Wir haben uns für ein Mädchen entschieden, weil sie oft schlechter behandelt werden als Jungs', erzählt Ray. Bekommen haben die Jugendlichen eine Mappe von der Hilfsorganisation. Darin ist auch ein Foto ihres Patenkinds. Etwas schüchtern blickt das dunkelhäutige Mädchen mit den kurzen Haaren ins Bild. Außerdem erfahren die Jugendlichen woher genau Yawa stammt, was ihre Eltern beruflich machen und wo sie zur Schule geht.

Schon bisher haben die Jugendlichen immer bei kleineren Aktionen Hilfsprojekte unterstützt. 'Wir haben zum Beispiel Osterkerzen gebastelt, und der Erlös ging dann an Pater Fritz Satzger', erzählt Veronika Ahr (18 Jahre), zweite Vorsitzende der Landjugend. Der Geistliche stammt ursprünglich aus Grünenbach, lebt jedoch inzwischen in Brasilien.

'An Erntedank haben wir das Essen für die Tafel gespendet', ergänzt die 19-jährige Lisa Horn.

Einmal die Woche, immer am Montag, treffen sich die Jugendlichen in ihrem Gruppenraum unter der Grünenbacher Turnhalle. 'Dort reden wir dann übers Wochenende, planen Ausflüge oder besprechen Dinge, zum Beispiel die Idee mit dem Patenkind', erzählt der 20-jährige Felix Einsle.

Als nächstes steht Wasserskifahren in Blaichach bei den Jugendlichen auf dem Programm. Außerdem wollen sie ihrem Patenkind Yawa bei Gelegenheit einen Brief schreiben. 'Jeder schreibt in seiner Sprache, und die Organisation übersetzt den Text dann', weiß Stefanie Ray. Mit ihrer Spende wollen die Jugendlichen nicht nur ihrem Patenkind helfen, sondern auch Vorbild für andere sein.

'Vielleicht ist es ein Ansporn für andere Vereine oder Privatpersonen, so etwas auch in Erwägung zu ziehen', sagt Ray.

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