Kunst
Grafiken Wilhelm Holderieds finden einen festen Ausstellungsort in Kaufbeuren

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Eine Schenkung von Grafiken des 1940 in Kaufbeuren geborenen, heute bei München lebenden Künstlers Wilhelm Holderied hat nun einen festen Platz im Gebäude des Städtischen Wasserwerks Kaufbeuren gefunden.

Die fünf Arbeiten aus der Edition 'Ein Lesezeichen für die Erde' stammen aus dem Nachlass des verstorbenen Stadtheimatpflegers Anton Brenner. Dessen Witwe Elisabeth Brenner hatte sie durch Vermittlung von Franz Endhardt, dem Vorstand der Kaufbeurer Künstler-Stiftung, der Stadt übergeben.

Die expressiven Arbeiten Holderieds wurden in die vom Stadtmuseum verwaltete 'Städtische Galerie' aufgenommen, die seit einigen Jahren durch qualitätvolle Werke bedeutender regionaler Künstler ergänzt wird.

Die Suche nach einer geeigneten Präsentationsmöglichkeit führte in Abstimmung mit der Schenkerin aus ästhetischen und inhaltlichen Überlegungen ins Wasserwerk. Dessen Leiterin Caroline Moser entschloss sich spontan zu einer Neugestaltung des Gebäudeflurs durch Holderieds Arbeiten.

Ein vor Ort erhältliches Informationsblatt fasst für Interessierte die wesentlichen Informationen zu den Kunstwerken zusammen. Holderieds wohl bekannteste Schöpfung ist das zwölf Hektar große, aus einem System von Erdwällen bestehende 'Erdzeichen' am Flughafen München.

Anknüpfend daran entwickelte Holderied 1998 das Konzept für ein 'Wasserzeichen' am Flughafen Hannover-Langenhagen. Die Drucke zeigen Symbole, die projektbegleitend entstanden. Der bislang nicht realisierte Projektentwurf sieht vor, spiralförmige 'Wasserzeichen' großflächig in die Landschaft einzuzeichnen, die sich dann auf natürliche Weise mit Wasser füllen und so schon von weitem, etwa aus der Sicht der ankommenden Fluggäste, gesehen werden.

Wilhelm Holderied wurde am 11. April 1940 in Kaufbeu­ren geboren. Er begann 1965 sein Kunststudium an der Akademie der Bildenden Künste in München, wo er 1971 als Meisterschüler abschloss.

Zunächst arbeitete er als Maler, später dreidimensional sowie in Skulptur- und LandArt-Projekten. Wilhelm Holderied lebt und arbeitet heute in München und Geretsried.

Seine Arbeiten waren und sind bei Ausstellungen und Projekten zum Beispiel in Memmingen, München, Frankfurt, Oldenburg oder Berlin sowie im Ausland in New York, Chicago, San Francisco, Seoul oder Mexiko-City zu sehen. Zum Jahresende 2015 hatte Wilhelm Holderied auf Einladung der Kaufbeurer Künstler-Stiftung eine umfangreiche Werkschau im Sparkassen-Forum gezeigt.Als Dank für die finanzielle Unterstützung dieses Ausstellungsprojektes durch die Stadt, hatte er ihr damals eines der Hauptwerke aus dieser Ausstellung geschenkt: 'Der Magnet ist ein stiller Schatten' hängt seitdem im Amtszimmer des Oberbürgermeisters.

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