Aufführung
Gockel, Pfarrer und ein Landarzt

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«Man braucht gar nicht in die Stadt zu gehn, in Ebratshofen kannst du alles sehn». So lautete der Wahlspruch beim «Dorfratsch» von Traudl Wiedemann und Friedl Reich bei der Dorffasnacht des Frauenbund Ebratshofen im Vereinsheim. Unter dem Motto «Landeslust - Landesfrust» präsentierten die Bühnenakteurinnen (unterstützt von einigen Männern) ein rund drei Stunden dauerndes Programm. Der Humor kam bei den Besuchern gut an: Einige lachten Tränen, andere spendeten lautstark Beifall.

«Dass wir in Ebratshofen seit 35 Jahren die Dorffasnacht veranstalten, daran ist Pfarrer Herbert Mader schuld, der den Frauenbund damals dazu animiert hatte», erinnert Vorsitzende Silke Osterberger, die zusammen mit Traudl Wiedemann Regie führte, an die Entstehungsgeschichte. Seitdem findet die Veranstaltung regelmäßig statt. Vergangenes Wochenende wurde das Programm viermal aufgeführt: zweimal am Samstag, zweimal am Sonntag. Am morgigen Dienstag stehen die Akteure nochmals auf der Bühne.

Den Auftakt der lustigen Darbietungen machten Agnes Scholz und Rosi Jendgens, wobei die Zuschauer völlig neue Kartoffelarten für die schnelle Küche vorgestellt bekamen.

Was ein Landarzt (gespielt von Silke Osterberger) mit seinen Patienten (Rita Pauker,Traudl Wiedemann und Friedl Reich) alles erleben kann, zeigte eine weitere Einlage. Ein «heißes» Thema war Anlass zum «Gockelstreit», der von Heidi Osterberger, Christa Reitmayer, Agnes Scholz und Leni Baldauf auf die Bühne gebracht wurde.

Völlig neue Tanzmöglichkeiten wurden in der Tanzschule «Kurz und bündig» dem Publikum gezeigt, wobei die Schüler Rita Pauker, Luise Holzer und Beate Hanser unter Lehrer Toni Dürichen mit ihren «Tänzerinnen» nahezu akrobatische Leistungen zeigten.

Welchen hohen Bekanntheitsgrad die Pfarrer Don Camilo, Pfarrer Braun, Pfarrer Fliege und Pfarrer Kneipp haben, konnten die Zuschauer anschließend hautnah erleben. Mit einer überraschenden Schlusspointe endete dieser Auftritt.

Ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk für den neuen Pfarrer Johann Mair suchte der neu gegründete «Pfeifenclub Ebratshofen» (Wolfgang Burkart, Harald Osterberger und Josef Wille). Hierzu kamen aus den Ortsvereinen verschiedenen Vorschläge, die in dem halbstündigen Showblock mit zahlreichen Überraschungen und witzigen Szenen gespickt waren.

Was ein Ehevermittler erlebt, erfuhren die Gäste im Saal auf ganz Besonderen Art. Zu den Hochzeitern zählten ein Schönheitschirurg vom Bodensee, ein Rockertyp und ein Amore-Jäger.

Die Lachmuskeln der Veranstaltungsbesucher strapazierten weiterhin Friedl Reich und Traudl Wiedemann beim «Dorfratsch». Was sonst nur unter der Hand erzählt wird und bisher der Öffentlichkeit verborgen blieb, brachten die beiden unter viel Beifall ans Tageslicht. Dabei bekamen auch Bürgermeister Markus Eugler, «der Frauen beim Anziehen von Hosen hilft» und Pfarrer Johann Mair, der wütend wird «wenn die Münchner Fußballer verlieren», ihr Fett weg. Auch die Musikkapelle Ebratshofen wurde nicht verschont, die unter dem Motto «Leih dir einen Musikanten» versuchte, Geld in ihre Kasse zu bringen - was anscheinend besonders Frauen in Anspruch nahmen, wie die «Dorfratschen» mit spitzer Zunge berichteten.

Ein rascher Masken-, Kostüm-und Rollenwechsel ließ die Veranstaltung zu einem vergnüglichen Ereignis werden. Durch das Programm führten Petra Wiedemann und Toni Dürichen.

Termin: Die Veranstaltung wird am morgigen Dienstag ab 20 Uhr im Vereinsheim Ebratshofen wiederholt. Es ist die letzte von fünf Aufführungen.

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