Bürgerversammlung
Gestratz hat viel Geld auf der hohen Kante

Gute Nachrichten verkündete Bürgermeister Johannes Buhmann bei der Bürgerversammlung in Gestratz. Und die hatten vor allem mit Geld zu tun. Während die Gemeinderäte bei Verabschiedung des Haushalts noch davon ausgegangen waren, für anstehende Investitionen etwa die Hälfte der Rücklagen verbrauchen zu müssen, sieht es jetzt so aus, als ob das Gesparte – wenn überhaupt nur geringfügig angegriffen werden müsste. Grund: Der Hochwasserschutz kostete die Gemeinde deutlich weniger als gedacht – und die Steuerquellen sprudeln.

Um 284 000 auf dann 312 000 Euro sollten die Rücklagen gemäß Gemeinde-Haushalt sinken. Nun müssen wohl nur 30 000 Euro entnommen werden, so dass die kleinste Landkreis-Gemeinde am Jahresende voraussichtlich 556 000 Euro auf der hohen Kante hat – bei gleichzeitig rund 86 600 Euro Schulden. 128 000 Euro Gewerbesteuer erwartet die Gemeinde nach den neuesten Berechnungen. 90 000 Euro standen im Haushalt.

Schule in Argenbühl billiger

Auch beim Einkommenssteuer-Anteil gibt es ein Plus von 43 000 auf rund 400 000 Euro. Statt 195 000 Euro muss die Gemeinde nur rund 128 000 Euro für den Hochwasserschutz bezahlen. Hinzu kommen höhere Schlüsselzuweisungen. Und künftig wird die Gemeinde auch bei der Schulumlage sparen. Nur noch 14 Kinder besuchen die Mittelschule in Weiler, was Gestratz zuletzt 57 000 Euro gekostet hat.

500 Euro weniger je Kind müsse die Gemeinde nach Argenbühl bezahlen. Die dortige Werkrealschule wird inzwischen von 18 Kindern besucht.

Straßen sanierungsbedürftig

Doch mahnte Buhmann angesichts der positiven Finanzlage vor Begehrlichkeiten. Zahlreiche Straßen in der Gemeinde seien sanierungsbedürftig. 'Und für die Brücke zwischen Zwirkenberg und Unterschmitten wünsche ich mir einen Lottogewinn'.

Auch Investitionen in den Bauhof-Fuhrpark und der Bau eines neuen Feuerwehrhauses stehen an. Ein Grundstein hierfür soll mit den Theater-Aufführungen 2012 gelegt werden. Waren die Erlöse zuletzt in den Hochwasserschutz geflossen, hofft Buhmann nun auf Einnahmen in Höhe von 15 000 Euro für das Feuerwehrhaus.

Weitere Themen in der Bürgerversammlung:

l Leckwasser: Die Ursache für den hohen Wasserverlust wurde im Bereich der Abwasserreinigungsanlage gefunden und beseitigt. Im vorigen Jahr waren 25 000 Kubikmeter Frischwasser dort offenbar in die Argen geflossen.

l Wasserpreis: Die neue Globalberechnung hat ergeben, dass der Wasserpreis in Gestratz mit 50 Cent pro Kubikmeter in den nächsten vier Jahren stabil bleibe. Beim Abwasser deute sich aber eine Erhöhung an, so Buhmann.

l Geburten: Nachdem im Vorjahr nur fünf Geburten in Gestratz registriert wurden, stieg die Zahl 2011 deutlich an. Bislang gab es elf Geburten.

l Deponie-Sanierungen: Rund 20 000 Euro hat die Gemeinde in die Untersuchungen zweier ehemaliger Hausmüll-Deponien investiert. Die Deponie beim Sportplatz müsse nun mit 30 Zentimetern Aushub und Humus abgedeckt werden. 'Ich gehe nicht davon aus, dass die Deponien geöffnet werden müssen', erklärte Bürgermeister Buhmann auf Nachfrage von Sonja Kugler.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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