Gemeinderat
Geschäft mit dem Wasser

Ausgiebig beschäftigte sich der Pforzener Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung mit der Situation am Wertachwehr in der Hammerschmiede. Einen Antrag auf eine wasserrechtliche Erlaubnis und einen weiteren auf die Errichtung einer Wasserkraftschnecke am oberen Wehr legte die Firma Fleschhut auf den Tisch. Firmenbesitzerin Antonie Hartmann selbst war mit Andreas Ringler vom gleichnamigen Ingenieurbüro im Rathaus erschienen. Sie erklärten die Vorhaben.

Die wasserrechtliche Erlaubnis sieht demnach vor, dass zusätzlich zwei Kubikmeter Wasser pro Sekunde für das Triebwerk Hammerschmiede aus der Wertach entnommen werden dürfen. Der Gemeinderat stimmte dem Antrag zu, wenn sichergestellt wird, dass die Wehranlage dennoch ganzjährig bespannt, also am Netz bleibt und sich jede Sekunde mindestens 200 Liter Wasser in ein anzulegendes Umgehungsgerinne ergießen. Schwieriger taten sich die Räte mit ihrer Stellungnahme zum Einbau einer sogenannten Wasserkraftschnecke auf der Westseite des Wehrs. Die Bausituation am unteren Wehr sorge noch immer für Ärger, weshalb die Räte das Problem vorsichtig angingen. So sehr die Energiegewinnung durch Wasserkraft Zustimmung findet, unumstritten ist der Einbau der Schnecke nicht.

So hat die Firma Rotter, die den überwiegenden Teil der Wasserrechte am Wehr hält, bereits eine umfangreiche Stellungnahme gegen das geplante Bauvorhaben ins Rathaus geschickt.

Mehrere Auflagen

Nach intensiver Diskussion stimmten die Gemeinderäte dem Antrag unter bestimmten Auflagen zu: So müssen Eingriffe in die Natur so gering wie möglich ausfallen, das Wehr muss ganzjährig mit Wasser bespannt bleiben, der Mühlbach darf nicht beeinträchtigt werden und etwaige Gebäude müssen sich in die Umgebung einfügen. Schließlich war man sich einig, dass es nur ein Kraftwerk am oberen Wehr geben wird. Man hofft, dass sich die beiden konkurrierenden Firmen noch zu einer gemeinsamen Lösung durchringen können.

Kläranlage wird erneuert

Recht zügig erfolgte die Zustimmung zur Neugestaltung der Kläranlage. Diese soll erneuert werden. Mit ihrem veralteten Stand der Technik verschlinge sie Jahr für Jahr viel Geld und erfülle nicht mehr alle Standards, erklärte Heiß. Da die Anlage auf Pforzener Gemarkung steht, musste der Gemeinderat das 1,3 Millionen Euro teure Bauvorhaben des Abwasserverbandes absegnen.

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