Konzept
Gemeinderat von Friesenried beschäftigt sich mit Sparpotenzial

Bei seinem Amtsantritt hatte Bürgermeister Bernhard Huber die Idee aufgegriffen, für die Gemeinde Friesenried ein umfassendes Energiekonzept aufzustellen. Dies fand die Zustimmung des Gemeinderates. Huber teilte nun die Grundzüge für eine Planung mit.

Zwar sollte ein Referent Ideen zu einem Energiekonzept vortragen, doch da dieser krankheitsbedingt ausfiel, übernahm es der Bürgermeister selbst, erste Schritte vorzustellen. Zunächst soll eine Bestandsaufnahme innerhalb der Gemeinde gemacht werden: Wo wird wie viel und welche Form von Energie verbraucht oder gar hergestellt?

Damit soll sichergestellt werden, dass zunächst Energie eingespart werde, bevor neue, aber eventuell überdimensionierte Versorgungsmöglichkeiten erschlossen werden, erklärte Huber. Den Anfang bei Einsparungen könnten vor allem kommunale Gebäude machen – allen voran die Schule, der Kindergarten und die Turnhalle.

'Die haben teilweise völlig veraltete Heizsysteme', so Huber weiter. Sollte sich die Möglichkeit ergeben, will die Gemeinde benachbarte Privathäuser in die energetische Sanierung einbinden.

Zudem soll die Straßenbeleuchtung auf den Prüfstand: So könnten sämtliche Laternen mit LED-Beleuchtung ausgestattet oder durch Fotovoltaikanlagen gespeist werden. Auch der derzeitige Bau der Hochwasserschutzmaßnahme in Blöcktach biete Chancen: So könnte im Zuge der nachfolgenden Straßenbauarbeiten auch über ein Nahwärmenetz nachgedacht werden, meinte Huber.

Er will im August das Referat des Experten nachholen lassen und erste Beschlüsse zeitnah auf die Tagesordnung bringen – auch damit die Gemeinde von Förderprogrammen profitieren könne.

Der Hochwasserschutz war auch danach das Thema – dafür hatte am Dienstag der Spatenstich stattgefunden (wir berichteten). Nun berichtete Huber vom Baustand: Momentan laufen die Aushubarbeiten, werden die ersten Lagen für den Damm geschüttet und beginnen die Spundarbeiten, teilte Huber mit.

Letztere seien schon bald abgeschlossen, dann sollen die Betonarbeiten beginnen. Zugleich sei die Straßenbeweissicherung weitgehend abgeschlossen und die 400 Meter lange Strecke, auf der der Röhrwanger Mühlbach innerorts verrohrt werden soll, ist abgesteckt.

Die Finanzierung des Projektes ist zwar weitgehend durch Zuschüsse gedeckt, die kurzfristige Liquidität die Gemeinde ist aber noch offen. Ein angefordertes Angebot von der 'Bayerngrund', einer halbstaatlichen Finanzierungsgesellschaft für kommunale Projekte, die auch von der Nachbargemeinde Baisweil zur Finanzierung ihres Rathauses in Anspruch genommen wurde, sei zwar angekommen.

Doch der Gemeinderat sieht noch Bedarf für Nachverhandlungen. Erst danach will sich das Gremium für oder gegen diese Möglichkeit entscheiden.

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