Gemeinderat
Gemeinderat Ruderatshofen: Weder für Vitales Land noch für Königscard

Bereits mehrfach hat der Ruderatshofener Gemeinderat den Beitritt zum 'Vitalen Land' und die Teilnahme am Projekt 'Königscard' diskutiert und wieder verschoben. Eine Mitgliedschaft der Gemeinde beim Vitalen Land wäre die Voraussetzung, dass die örtlichen Vermieter am Projekt Königscard teilnehmen könnten. Jetzt lehnte das Gremium mit der Gegenstimme des Bürgermeisters den Beitritt der Gemeinde jedoch ab.

Bürgermeister Johann Stich stellte nochmals die Vorzüge – so 200 verschiedene Nutzungsmöglichkeiten der Königscard durch den Gast – und die Kosten für die Vermieter (3,90 Euro pro Gast und Tag) für die Teilnahme am Projekt dar.

Die Kosten könne der Vermieter in die Übernachtungssätze einrechnen. Für die Gemeinde liege der Beitritt heuer einmalig bei 1000 Euro, dazu 300 Euro für die notwendige Software und den jährlichen Mitgliedsbeitrag von 500 Euro; insgesamt also 4500 Euro. In den Folgejahren falle nur noch der jährliche Beitrag von 500 Euro plus Systempflege von 500 Euro an.

Eine Umfrage bei den Vermietern hat laut Bürgermeister ergeben, dass es dort noch an Zustimmung mangelt. Er selbst sehe das Projekt als vorzügliche Werbung für die Gemeinde an. Nach kurzer Diskussion votierte der Gemeinderat wegen der geringen Resonanz der Vermieter gegen den Beitritt zum Vitalen Land.

Höhere Toilettenkabinen

Einstimmig beschlossen die Räte dagegen den Einbau neuer WC-Kabinen (Trennwände und Türen) in der Mädchentoilette im Erdgeschoss der Grundschule. Der Gemeinde liegt hierfür ein Angebot von knapp 1500 Euro für komplette Kabinen mit einer Höhe von zwei Metern vor.

Diese könnten vom Gemeinde- Bauhof montiert werden. Die bisherigen Trennwände sind zu niedrig, die Kinder können leicht darüber in die nächste Kabine schauen. Das sei nicht tragbar, war die einhellige Meinung.

Bürgermeister Stich berichtete aus der Bürgermeisterdienstbesprechung über den Flächenverbrauch der Gemeinden für neue Wohngebiete. Dabei gebe es im Ortskern oft noch einzelne freie Plätze oder auch leer stehende Anwesen. Einige Gemeinden hätten durch Umfragen bereits einen Überblick über diese Flächen erhalten. Es wäre wichtig, dass die Dorfzentren wieder 'belebt' würden.

Der Gemeinderat war sich einig, dass die fehlende Umgehung in Ruderatshofen wohl mit der Grund für etliche Leerstände ist. Stich will nun die in anderen Orten verwendeten Fragebögen zur Flächensituation anfordern. Sie sollen dann den Ruderatshofener Erfordernissen angepasst werden.

Gefährliche Haltestelle

Stich berichtete dem Gremium auch von einem Unfall bei Hiemenhofen: Dort habe ein Auto kurz vor 6 Uhr zunächst ein Feldkreuz 'abgemäht' und dann das Buswartehäuschen 'plattgemacht'. Nicht auszudenken, was geschehen wäre, wenn der Unfall zu Schulbeginn eineinhalb Stunden später passiert wäre, so die Räte.

Nachdem sich an dieser Stelle bereits zum vierten Mal ein Unfall ereignet hat, beauftragte der Gemeinderat einstimmig Bürgermeister Stich, dem Busunternehmen mitzuteilen, dass die Gemeinde dort künftig weder ein Wartehäuschen noch eine Bushaltestelle haben wolle. Die Haltestelle soll vielmehr in den Ort Hiemenhofen verlegt werden und der Bus künftig durch den Ort fahren.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by Gogol Publishing 2002-2020