Ratssitzung
Gemeinderat Pforzen beschließt den Haushalt

Bürgermeister Hermann Heiß vereidigte in der jüngsten Sitzung des Pforzener Gemeinderates Bernhard Walter als neuen (und damit fünften) Feldgeschworenen der Gemeinde. Dieser schwor unter anderem, das sogenannte 'Siebener-Geheimnis' zu wahren.

Über die geschichtliche Entwicklung der Feldgeschworenen und deren Aufgaben einst und jetzt hatte zuvor der Leiter des Vermessungsamtes aus Marktoberdorf, Vermessungsdirektor Jürgen Königsberger, referiert. Heute sei der Feldgeschworene vor allem Mittler zwischen Bürgern und Vermessungsamt.

In Geheimnisse ganz anderer Art, nämlich die des Gemeindehaushaltes 2012, weihte Kämmerer Hans Hartmann die Gemeinderäte ein. Er konnte sich mit seinen Erläuterungen kurz fassen, hatte er doch bereits in der vorherigen Sitzung sehr detailliert dargelegt, wohin sich die Gemeindefinanzen in diesem Jahr entwickeln werden.

Nach einem 'sehr guten' Jahr 2011 hoffe er auf ein ebenso gutes Jahr 2012. Mit Blick auf die Euro-Krise sei für Euphorie kein Platz, er rate aber zur Gelassenheit. Im Verwaltungshaushalt (Umfang: 2,45 Millionen Euro) fallen vor allem die Ausgaben für Schulen, Kindergarten, Straßenunterhalt, Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung sowie Steuern und Zuweisungen auf.

Größere Einnahmepositionen ergeben sich wiederum bei Schulen, Kindergarten und Straßenunterhalt sowie der Abwasserbeseitigung, Konzessionen, Forstwirtschaft und der gemeindeeigenen Fotovoltaikanlage. Einen ordentlichen Betrag erwartet Hartmann auch bei Steuern und Zuweisungen (1,66 Millionen Euro). Die Hebesätze für Grundsteuer A und B liegen bei 345 und 315, die der Gewerbesteuer bei 315 Punkten. Hartmann hofft, dem Vermögenshaushalt Ende des Jahres einen Betrag von gut 350 000 Euro zuführen zu können.

Des Weiteren gab es Ausführungen zum Investitionsplan 2012. Ordentlich Geld will und muss die Gemeinde für verschiedene Maßnahmen in die Hand nehmen, die bereits jüngst beraten wurden.

Größere Positionen sind hier der Umbau und die Erweiterung des Kindergartens mit Räumen für die Kirchengemeinde, das Projekt 'Wertach erleben', der Gemeindeanteil am Bau der neuen Wasserleitung Kaufbeuren-Zellerberg, die Sanierung der Kläranlage, die Installation einer Fotovoltaikanlage auf der Turnhalle, der Erwerb von Grundbesitz und die Tilgung von 264 000 Euro Schulden.

200 000 Euro Kredit muss die Gemeinde aufnehmen. Der Vermögenshaushalt umfasst einen Betrag in Höhe von 1 658 000 Euro. Die Schuldenlast soll erneut gesenkt werden und liegt mit 875,14 Euro pro Kopf deutlich unter dem Landkreis-, aber über dem Landesdurchschnitt.

Einstimmig beschloss der Gemeinderat Haushalt und Investitionsplan.

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