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Gemeinderat Irsee kooperiert bei sogenannten Kultursäulen mit Kaufbeuren

Jahrelang waren sich Kaufbeurer und Irseer Kulturschaffende uneins, wie sie ihre Veranstaltungen in der jeweils anderen Kommune bewerben können. Nun wurde im Gemeinderat Irsee ein Kompromiss gefasst: Die Gemeinde Irsee wird sich dem Kaufbeurer Netzwerk, das mit Kultursäulen wirbt, anschließen und eine eigene Säule dafür einbringen.

Dissens im Hintergrund

Hintergrund war der Dissens zwischen Kulturschaffenden, wo, wann und wie viel die Veranstalter in der jeweils anderen Kommune werben dürfen. Nun hat Berufsschullehrer Klaus Michelfelder, der die Kleinkunstbühne 'Altbau' gegründet hat, eine Kultursäule in Irsee als Projekt von seinen Schülern bauen lassen.

Die gemeindeeigene Säule soll auch Kaufbeurer Veranstaltern für Werbung zur Verfügung stehen. Umgekehrt dürfen die Irseer Veranstalter, der Altbau, das Bildungszentrum, die Schwabenakademie und die Gemeinde mit den Vereinen, die Kaufbeurer Einrichtungen nutzen.

Dafür stehen sieben Kultursäulen – fünf in Kaufbeuren und zwei in Neugablonz – zur Verfügung, erläuterte Günther Pietsch, stellvertretender Leiter der städtischen Kulturabteilung. Pro Säule zahle die Stadt 500 Euro an die Deutsche Städte Medien (DSM), der die Säulen gehören und die sie auch betreue und beklebe.

Die Werbung werde zuvor von den Veranstaltern an die Stadt gegeben, die sie an die DSM weiterleite. Die Erfahrungen mit dem Modell seien gut, versicherte Pietsch – abgesehen von manchen Debatten, weil manche Veranstalter einen besseren Platz auf den Säulen wünschen.

Sollte die Irseer Säule in dieses Modell integriert werden, zahle die Stadt zunächst die zusätzlichen 500 Euro, die dann von der Gemeinde erstattet werden müsste. Für die Veranstalter sei dadurch die Werbung kostenlos.

Stimme die Gemeinde diesem Modus zu, wäre das ein 'historischer Beschluss', da mit Irsee die erste Umlandkommune dem Netzwerk beitrete, so Pietsch. Dem wollte sich der Gemeinderat nicht verweigern und beschloss das Modell einstimmig. Die Finanzierung wird auf mehrere Schultern verteilt: Bildungszentrum und Schwabenakademie zahlen 125 Euro, der Altbau 100 Euro und die Gemeinde 150 Euro.

In einem weiteren Punkt wurde eine Bauvoranfrage für den Umbau eines Einfamilienhauses an der Marktstraße kontrovers diskutiert. Der Bauherr will eine Garage im Osten an sein Haus anbauen und die alte im Süden des Grundstücks gelegene zu Wohnraum ausbauen. Dabei soll auch die Ausfahrt entsprechend verlegt werden. Einerseits war der Gemeinderat dem Anliegen nicht abgeneigt, andererseits hatte er auch Vorbedingungen.

So sollten die Nachbarn dem Projekt zustimmen, meinte Martin Gedler. Zudem forderte Josef Leonhart, dass die neue Garage einen Meter von der Grenzlinie zurückgesetzt werde. Unter den Bedingungen beschloss das Gremium, zumindest der Verlegung der Garage und deren Ausfahrt zuzustimmen.

Alles Weiteres soll beim Einreichen des Bauantrages besprochen werden, denn der Gemeinderat wolle keinen Präzedenzfall an der Kreisstraße schaffen, betonte Günther Oberweiler.

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