Energie
Gemeinderat Friesenried beschäftigt sich erneut mit Windkraft

Nachdem bereits Interessenten für Windkraftanlagen im Gemeinderat vorgesprochen hatten, geben sich nun die potenziellen Betreiber die Türklinke in Friesenried in die Hand. Diesmal stellten sich zwei Gruppen vor, die in der Gemeinde Windkraftanlagen bauen wollen.

Nachdem der Freistaat die politische Marschrichtung änderte, überschlagen sich die Anfragen für Windkraftanlagen in der Region. In Friesenried steht derzeit eine Anlage in Allersberg, doch geht es nach den Angeboten, könnten sich dort und in der Nachbargemeinde Irsee bereits sechs Standorte befinden. Denn nun legte eine mögliche Betreibergemeinschaft aus dem Friesenrieder Ortsteil Mederschach eine Bauvoranfrage vor, die dort eine Drei-Megawatt-Windkraftanlage mit 135 Meter Nabenhöhe bauen möchte. Die Gesamtkosten lägen bei etwa 3,5 Millionen Euro, von denen eine Million durch Bürgerbeteiligungen aufgebracht werden soll.

Der Standort müsse natürlich mit der Nachbargemeinde abgeklärt werden, an deren Nordwestgrenze ebenfalls zwei Windkraftanlagen in der Diskussion sind, versichern die Antragsteller. Sitz der Firma sei in Friesenried, erklärten sie weiter – was für die Gemeinde auch 'maßgeblich' sei, so Ratsmitglied Anton Rappold. Was bei dem zweiten Interessenten unklar blieb: Die 'Bioenergie Allgäu' (BEA mit Sitz in Kempten), ein Unternehmen, dessen Träger drei Kommunalunternehmen sind, möchte sich generell als Betreiber einer oder mehrerer Anlagen ins Spiel bringen. Auch ihre Windkraftanlage (fünf Millionen Euro Kosten, rund 200 Meter Gesamthöhe) soll mit Bürgerbeteiligung entstehen.

Die Gemeinde will sich vorerst zwar noch zurückhalten, hat aber bereits einen Aufstellungsbeschluss zur Änderung des Flächennutzungsplanes – und damit zur Zulassung oder Ablehnung von Windkraftanlagen – getroffen (wir berichteten).

Bevor sich der Gemeinderat mit dem Thema Energie beschäftigte, wandte er selbst welche auf, um sich bei einem Ortstermin in der Schule einen Überblick über den 'öden' Pausenhof zu machen. Nach fast 20 Jahren soll der Platz für rund 15 000 Euro umgestaltet werden, erklärte der Bürgermeister. Dafür soll der asphaltierte Innenhof in Eigenarbeit zu einem Erlebnishof mit Kletterlandschaft werden, erläuterte Rappold. Dazu soll auch der Förderverein der Schule beitragen, der am kommenden Dienstag offiziell gegründet werden soll, erklärte Rektor Franz Schweiger.

Länger wird auf jeden Fall der Bau des Hochwasserbehälters bei Salenwang dauern, aber er 'schreitet gut voran', berichtete Bürgermeister Wolfgang Gerum. Die Betonarbeiten seien abgeschlossen, ebenso die Verlegung der Leitungen. Derzeit werde noch die Zubringerstraße auf vier Meter verbreitert.

'Alles vertretbar'

Der Rechnungsprüfungsausschuss des Gemeinderates hat 14 Fälle gefunden, in denen der Haushalt 2010 überschritten wurde, erklärte Ratsmitglied Peter Roll. Rund 144 000 Euro wurden mehr ausgegeben, als vorgesehen. Dabei handle es sich um unvorhergesehene Ausgaben wie Grundstückskäufe, Ersatzteile, kurzfristig notwendige Neuanschaffungen oder Abschlussrechnungen. 'Alles vertretbar', meinte Roll, weshalb das Gremium die Ausgaben nachträglich genehmigte.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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