Straßenbau
Gemeinde Ruderatshofen sieht Umgehung in Gefahr

Einen schweren Stand hatte Thomas Kolbinger, Leiter des Tiefbauamtes am Landratsamt Ostallgäu, bei den Ruderatshofener Gemeinderäten. Auf Einladung der Kommune informierte er das Ratsgremium über die neuesten Planungen zum Thema Flutgrabenbrücke an der innerörtlichen Kreisstraße OAL 7 vor dem Bahnübergang in Richtung Kaufbeuren.

Landkreis prüft Sanierung oder Neubau des Abschnitts

Die Kirnach- und die Mühlbachbrücke seien bereits im Bau. Nun ging es um die dritte, die Flutgrabenbrücke, 'so sie denn kommen sollte', begann der Referent seine Informationen.

Der Kreisausschuss habe den Auftrag erteilt, verschiedene Varianten zu untersuchen. Laut vorläufigem Ergebnis sei eine Sanierung nicht wirtschaftlicher als ein Neubau. Hier hakte Bürgermeister Johann Stich ein: Der Beschluss der Gemeinde fordere, die Flutmuldenbrücke nicht neu zu bauen.

Sonst könnte die gewünschte Umfahrungslösung eventuell hinfällig werden. Daher solle man die Brücke lediglich eine Zeit lang erhalten. Und zwar so, wie Ratsmitglied Roland Schneider sagte, dass die Brücke wieder eine 16-Tonnen-Erlaubnis bekommt.

An dem Vorhaben Umgehung festhalten

Auch Reinhold Wintergerst möchte 'nicht von Sanierung oder Neubau sprechen.' Er will die Flutgrabenbrücke nur erhalten wissen. Auch er hält am Vorhaben einer Umgehungsstraße fest.

'Wer hat was untersucht, dass man jetzt sagen kann: Eine Sanierung sei unwirtschaftlicher als ein Neubau?' dachte Ratsmitglied Franz Popp laut nach. Laut Kolbinger werde eine Kalkulation derzeit parallel zur Umgehungsplanung gemacht.

Gemeinderat Otto Vogl bedauerte, dass die Zeit gegen die Umgehung spiele. Sie habe schon die beiden derzeitigen Brückenbauwerke gebracht.

Trotzdem wollte er mit hoffnungsvollem Unterton wissen, wie lange das inzwischen vom Landkreis angestrebte Planfeststellung für die Ostumfahrung von Ruderatshofen und Apfeltrang dauere. Laut Kolbinger sei dazu keine Aussage möglich. Vogl attestierte dem Tiefbauamtsleiter jedoch Mut, in dieser Sitzung zu sein: 'Aber er ist nicht der politisch Verantwortliche.'

Hier hatte Ratsmitglied Hubert Schmölz mit scharfen Worten bereits zu Beginn der Sitzung den Landrat ausgemacht: 'Ich kämpfe seit 22 Jahren für die Umgehungsstraße. Während man jetzt mit diesem Bauwerk nach den zwei 60-Tonnen-Brücken die Umgehung zunichtemacht.'

'Nur mit Flächenangeboten kommt Umgehung voran'

Bürgermeister Stich möchte die Umfahrung einvernehmlich mit den Beteiligten durchbekommen. In dasselbe Horn stieß Markus Mair: 'Wir können nur mit Flächenangeboten an den Kreis weiter kommen.'

Und da müsse man in maximal zehn Jahren etwas erreichen, bekräftigte zweiter Bürgermeister Johann Neth. Trotz allem 'ist ein fairer Umgang notwendig', er habe noch Hoffnung in das Landratsamt.

Stich hakte nochmals nach, wann denn kurzfristig etwas zum Erhalt der Flutmuldenbrücke getan werden könne. Das könne laut Kolbinger gleich nach den laufenden Untersuchungen angegangen werden.

Zusammenfassend stellte Stich fest: Der Gemeinderat habe schon die Meinung, dass zeitnah etwas gemacht werden müsse. Die Kommune werde dies dem Landkreis beziehungsweise dem Kreisausschuss schildern.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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