Haushalt
Gemeinde Germaringen hält knapp 2,6 Millionen Euro für Investitionen bereit

Über 90 Seiten ist das Zahlenwerk dick, voller Einnahmen und Ausgaben in allen Bereichen der Gemeinde. Bei ihrer jüngsten Sitzung beschlossen die Germaringer Räte einen Haushalt mit einem Gesamtvolumen von rund 9,96 Millionen Euro. «Wir sind angehalten, sparsam zu wirtschaften», meinte Bürgermeister Kaspar Rager. Dies sei bei vielen Kostenstellen umgesetzt worden. Und dennoch halte der Etat der Gemeinde im Notfall Freiheiten offen. Knapp 2,64 Millionen Euro sind für Investitionen eingeplant (siehe Infokasten).

Der anhaltende Sparkurs der vergangenen Jahre hat sich mittlerweile ausgezahlt: Die Gemeinde hat nur noch rund 149300 Euro Schulden, das sind etwa 40 Euro für jeden der circa 3750 Einwohner. Ebenfalls erfreulich: 476000 Euro werden laut Plan vom Verwaltungs- dem Vermögenshaushalt zugeführt, neue Kredite werden nicht aufgenommen.

Das Volumen des Verwaltungshaushalts beträgt 4,69 Millionen Euro. Auf der Einnahmenseite profitieren die Germaringer dabei vor allem von Kanalbenutzungsgebühren in Höhe von 366000 Euro, aber auch von Steuern. 1,25 Millionen Euro gibt es von der Einkommensteuer, 914000 Euro fließen von der Gewerbesteuer in die Gemeindekasse - fast 200000 Euro mehr als im vergangenen Jahr. Schlüsselzuweisungen seitens des Kreises gibt es in Höhe von 315500 Euro. Die größten Ausgabeposten im Verwaltungshaushalt sind die Gewerbesteuerumlage an den Freistaat (240000 Euro) und die Kreisumlage mit fast 1,2 Millionen Euro.

Der Vermögenshaushalt hat ein Volumen von 5,28 Millionen Euro. Als größte Posten schlagen diverse Baumaßnahmen zu Buche: 900000 Euro sind für den Erwerb von Grundstücken eingeplant, 200000 Euro für die energetische Sanierung des Gemeindeamtes und die Renovierung des Sitzungssaals. In den Neubau eines Funktionsgebäudes am Sportpark investiert die Gemeinde 340000 Euro, ein Stadel für den Bauhof kostet 80000 Euro. Weitere 170000 Euro gibt die Gemeinde für Tiefbauarbeiten an der Kanalisation in Obergermaringen aus, darunter auch der Neubau des Kanals im Baugebiet << Südlich Aufkircher Straße >>. 50000 Euro kosten die Arbeiten am Friedhof in Untergermaringen (10000) und die Erweiterung der Urnenwand in Obergermaringen (40000).

Weitere größere Ausgabeposten sind die Erneuerung der Wasserversorgung im Ortsteil Riederloh (50000 Euro), die Umsetzung von Brandschutz- und Sicherheitsauflagen im Germaringer Hof (20000 Euro), Möbel für den Sitzungssaal (30000 Euro) sowie diverse Straßenbaumaßnahmen (190000 Euro).

Bis auf Werner Schweitzer stimmten alle Räte dem Zahlenwerk zu. Sein Veto beziehe sich aber keinesfalls auf die internen Rechnereien, erklärte Schweitzer. Er könne vielmehr den horrenden Ausgaben des Landkreises, die zum Teil auch auf die jeweiligen Gemeinden umgesetzt werden, nicht zustimmen. << Das gilt vor allem im Bezug auf die Diskussion um die Kliniken. Wir tragen diese wahnsinnigen Kosten mit und damit bin ich nicht einverstanden >>, so Schweitzer.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen