Festtag
Ganz Osterzell feiert mit der Feuerwehr

Es war ein Fest für die ganze Gemeinde. Mit kirchlichem Segen, guten Wünschen, Geschenken, zahlreichen Ehrengästen und großem Programm wurde gestern das neue Feuerwehrhaus in Osterzell seiner Bestimmung übergeben. Gut 300 Bürger aus dem Ort und der Umgebung erlebten dabei eine Feier, bei der alles passte – vom strahlenden Sonnenschein über spannende Darbietungen bis zum ausgezeichnet aufspielenden Musikverein unter Herbert Ried.

Blaue Uniformen so weit das Auge reichte – so demonstrierten die umliegenden Wehren ihre Verbundenheit mit Osterzell, wie stellvertretender Landrat Alex Müller betonte. Er zollte den Floriansjüngern und Bürgern 'hohe Anerkennung' für das, was in der kleinsten Gemeinde des Ostallgäus in nur 13 Monaten Bauzeit geschaffen wurde, nämlich ein echtes 'Schmuckstück', so Kreisbrandrat Markus Barnsteiner.

Er freute sich darüber, wie sehr Bürgermeister und Gemeinderat hinter dem Projekt gestanden seien, aber auch über die Eigenleistung der Wehrmänner.

Die 1650 ehrenamtlichen Stunden würdigte Markus Lenggeler, der Vorsitzende der Osterzeller Wehr, und erwähnte besonders die zum Materialpreis erstellten Außenanlagen sowie die kostenlos angebrachten Wappen und Schriftzüge: 'Das macht das Haus zu was echt Besonderem.'

Auch Pfarrer Julius Kreuzer, der nicht nur den Festgottesdienst zelebriert hatte, sondern auch die Segnung des neuen Gebäudes vornahm, freute sich über den Leitspruch 'Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr'. Denn darin, meinte er, sei die Botschaft erhalten, die Gott den Menschen geben wollte. Die vielfältigen Aufgaben der Feuerwehr heute zeigte Kommandant Bertram Lang auf.

Bürgermeister Johann Strohhacker erinnerte an die Notwendigkeit des neuen Hauses, nachdem am bisherigen Standort mitten im Ort keinerlei Erweiterungsmöglichkeit gegeben war. Er freute sich, dass sowohl die Planung als auch der Zuschuss von der Regierung von Schwaben (93 000 Euro) zu den 320 000 Euro Baukosten schnell abgewickelt waren. Die Waldrechtler haben zudem 3000 gespendet. Nun hofft Strohhacker, dass der Zuschuss vom Landkreis bald eingeht.

Er würdigte die Arbeit der vielen beteiligten Firmen und der freiwilligen Helfer, die nun auch beim Fest wieder zum Einsatz kamen.

Sie hatten für die Kleinen einen Malwettbewerb, ein Quiz samt Computer-Präsentation von Silvia Grimmer über die 139 Jahre alte Wehr und ihre 60 Aktiven, eine Rollenbobbahn sowie die Geschicklichkeitsspiele 'Heißer Draht' und 'Zielspritzen' vorbereitet. Die Großen bestaunten derweil die Ausstellungsstücke des Kaufbeurer Feuerwehrmuseums und die Gemälde der Kindegartenkinder, unternahmen einen Rundgang durchs Haus oder versuchten sich an Feuerlöschern.

Spannend für Groß und Klein war die Vorführung der Feuerwehr Mauerstetten: Zu den fachkundigen Erklärungen von Kommandant Günter Ziegler sicherten die Männer ein 'Unfallauto', entfernten das Dach mit hydraulischen Scheren und retteten den 'Verletzten' schonend per 'Spineboard'.

Mit einer meterhohen Stichflamme zeigte zudem der Zweite Osterzeller Kommandant Andreas Grimmer, warum brennendes Fett niemals mit Wasser in Berührung kommen sollte.

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