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Polizei Räuber Röthenbach
Fußballer dreist bestohlen

Sporttaschen, Handys, Bargeld und sogar ein Auto - während des Trainings sind die Fußballer des TSV Röthenbach dreist bestohlen worden. Der Vorfall ereignete sich bereits vergangenen Donnerstag und sorgte für Gesprächsstoff. Um die laufenden Ermittlungen nicht zu gefährden, hielt sich die Polizei mit Informationen verständlicherweise zurück. Nun konnte sie einen Erfolg vermelden: Die mutmaßlichen Täter sind gefasst. Es handelt sich um fünf Personen zwischen 19 und 23 Jahren - darunter auch zwei Frauen. Die Spur führte bis nach Augsburg.

Seinen Ursprung nahm der Fall vor einer Woche. Ausgerechnet im letzten Training vor der Winterpause wurden die Fußballer des Kreisligisten TSV Röthenbach bestohlen. Die Täter gingen dabei skrupellos vor: In einer benachbarten Wirtschaft warteten sie offenbar auf den geeigneten Moment.

Dann spazierten sie in die unverschlossenen Umkleidekabinen der Sporthalle in Rentershofen und nahmen mit, was sie finden konnten. Bemerkt wurden sie von niemandem - obwohl einige Fußballer erst später zum Training kamen und ein Spieler wegen einer Verletzung frühzeitig in die Kabine musste. «Das war ziemlich dreist. In der Halle war ja auch noch Betrieb», erzählt Trainer Dietmar Dengler. Entwendet wurden Sporttaschen, Handys, Autoschlüssel und Bargeld in unbekannter Höhe.

Auch auf Autos hatten sie es offenbar gezielt abgesehen: Mehrere Fußballer fanden ihre Autoschlüssel verstreut auf dem Parkplatz - und ein Opel Corsa wurde sogar gestohlen. Dieser wurde am nächsten Tag im Stadtgebiet von Augsburg aufgefunden. Angebracht waren gestohlene Kennzeichen - kurioserweise ebenfalls vom Auto einer Fußballerin, die beim Nachbarverein SV Maierhöfen-Grünenbach spielt. Zunächst verliefen die Ermittlungen der Polizei ohne Ergebnis.

Eine Vorahnung gab es jedoch schon: «Wir hatten von Beginn an den Verdacht, dass die Diebe sich bei uns ausgekannt und unsere Trainingszeiten gewusst haben. Sie sind zielgericht in die Kabinen gegangen», ist Dengler überzeugt.

Kommissar Zufall hilft

Einen Tag später, am Samstag, half dann Kommissar Zufall. Bei einer Geschwindigkeitskontrolle in Augsburg fielen zwei junge Frauen auf. Über die wurde die Polizei schließlich auf zwei Männer aufmerksam, die in der folgenden Nacht in einem Augsburger Autohaus zwei Fahrzeuge stahlen. Die Spur führte nun wieder zurück ins Westallgäu: zu zwei männlichen Personen aus Isny und Stiefenhofen und nach Weiler-Simmerberg, wo die beiden gestohlenen Autos schließlich gefunden wurden. In Weiler griff die Polizei am Dienstagmorgen schließlich auch zu.

Insgesamt wird dem Quintett der Diebstahl von drei Autos, fünf Kennzeichen und diversen Wertgegenständen sowie weitere Delikte vorgeworfen. Gegen den 20-jährigen mutmaßlichen Haupttäter beantragte die Staatsanwaltschaft Kempten einen Haftbefehl.

» siehe Allgäu-Rundschau

 

Dietmar Dengler

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