Futtertrocknung
Fernwärme ja, aber nur mit sauberen Rohstoffen

«Wachsam bleiben» heißt die Devise des Vereins «Bürger gegen Müllanlage Immenhofen» auch nach dem vorläufigen Ende der Debatte um die Ansiedlung einer Abfallverwertungsanlage im Ruderatshofener Gewerbepark am Fürgen.

Ein Grund: In der Nachbarschaft des Industriegebietes könnte im schlimmsten Fall das entstehen, wogegen die 120 Mitglieder des Vereins seit Jahren kämpfen - eine mit «Altholz» befeuerte Müllverbrennungsanlage in der Futtertrocknung. In einem offenen Brief an Landrat Johann Fleschhut, Marktoberdorfs Bürgermeister Werner Himmer und seinen Ruderatshofener Amtskollegen Johann Stich fordern sie die zuständigen Amtsträger, Behörden und verantwortlichen Gremien dazu auf, die insolvente Futtertrocknung auch in Zukunft ausschließlich mit naturbelassenen Waldhackschnitzeln und Gas zu befeuern.

«Besondere Rolle für Marktoberdorf»

Der Stadt Marktoberdorf kommt dabei nach Meinung des Vereinsvorstandes eine besondere Rolle zu, weil sie als Hauptanteilseigner der Fernwärme eG ihre Energie von der Futtertrocknung bezieht. «Als Abnehmer der Fernwärme sollte die Stadt auf saubere Rohstoffe bestehen», betonte Professor Nikolaus Steger, der stellvertretende Vorsitzende des Vereins, bei der Jahresversammlung in Ruderatshofen.

Befürchtungen um Zukunft geäußert

Angesichts der enormen Schulden der Futtertrocknung bestehe nach einem Betreiberwechsel die große Gefahr, die Anlage unbedingt gewinnbringend zu fahren - etwa mit der Verfeuerung von belastetem «Altholz», zu dem auch alte, mit Öl und Pestiziden getränkte Bahnschwellen zählen. Möglichkeiten, dies von vornherein zu unterbinden, sieht Vereinsvorsitzender Dr.

Rudolf Sprich vor allem in der Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Futtertrocknungsareal. Gute Nachrichten gab es für die Versammlungsgäste zu einem Thema, das mit den Vereinszielen der «Bürger gegen Müllanlage Immenhofen» zwar wenig zu tun hat, aber viele Immenhofener und Ruderatshofener bewegt: die Ortsumfahrung. Nach Informationen von Gemeinderat Hubert Schmölz, der sich vor allem aus Sicherheitsgründen für die Umfahrung einsetzt, sei es bereits zu «sehr erfolgreichen Gesprächen» mit den betroffenen Grundstücksbesitzern gekommen. Ohne die Umgehungsstraße, betonte Schmölz, gebe es wahrscheinlich auch keine neue B12-Auffahrt bei Geisenhofen.

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