Special Fasching im Allgäu SPECIAL

Pforzen Fasching
Fastnachtszunft Burgenstadl Narren feiern das 44-jährige Bestehen mit buntem Programm

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Fastnacht in Pforzen kann gefährlich sein – zumindest für Blaublütige. So landeten seine Tollität Georg IV und ihre Lieblichkeit Caroline I beim Gaudiabend zum 44-jährigen Bestehen der Fastnachtszunft Burgenstadl Pforzen in Handschellen vor Gericht und verloren Buggelschärrer und Adelstitel an das neue Prinzenpaar: Hans-Jörg (Albrecht) und Christine (Edelhuber).

Ihre Inthronisierung war Teil des abwechslungsreichen Programms, das in der voll besetzten Halle nicht nur Lachmuskeln und Hände, sondern mit fünf Stunden Dauer auch das Sitzfleisch der Zuschauer strapazierte.

Prinzengarde in neuen Farben

Kurz nach 23 Uhr schlüpfte das neue Prinzenpaar aus einem großen 'Überraschungsei' und wurde von begeistertem Applaus und einer neu in gold-orange gekleideten Prinzengarde begrüßt. Beide sind keine Unbekannten: Hans-Jörg I ist 2. Vorsitzender des Veteranenvereins und Christine I die Trainerin der Pforzener Garde.

Und die zeigte sich von ihrer besten Seite: Angefangen von den Minis, die als wilde Hexen über die Bühne fegten, über die Kinder und Teenies bis zur Prinzengarde: Sie alle glänzten mit nahezu perfekter Umsetzung der mitreißenden Choreografien, bei denen nicht nur die Beine flogen, sondern immer wieder auch der gekonnte Spagat dazugehörte.

Als echter Höhepunkt entpuppte sich zudem das 'Allgäuer Dreifach-Duo': Die sechs Herren überzeugten nicht nur als stimmige A-cappella-Sänger ('Männer'), sondern auch als versierte Komiker und brachten mit 'The Lion sleeps tonight' den Saal zum Kochen.

Viel Applaus erntete außerdem Büttenredner Wolfgang Schatz mit seinem nachdenklich-witzigen Vergleich von früher, als man den Kaugummi noch zwei Tage lang kaute, und heute. Rückblick hielt der FZB auch mit einer kleinen Foto- und Kostümausstellung an den Hallenwänden und live vorgestellten Gardekostümen aus den vergangenen vier Jahrzehnten.

Doch es wurde auch nach vorne geblickt: So schickten die Narren in einem mit viel Aufwand selbst gedrehten Film 'Drei Zofen' los, um nach einer Partnergemeinde zu suchen. Fündig wurden sie nach vergeblichen Versuchen in der Region alkoholbedingt in weiter Ferne: Bürgermeister Hermann Heiß unterschrieb live eine Vereinbarung, die die Kölner Jecken samt kölscher Kultband 'Brings' an die Wertach holen soll.

Dazwischen gab es immer wieder kleine und größere Sketche, wie den der nicht ganz jugendfreien Klavierspieler, und Werbung, die allerdings bestens ankam. In Anlehnung an 'echte' Spots ging es dabei immer wieder um Allgäuer Kultur und Sprache.

Aber auch das Dorfgeschehen kam nicht zu kurz: Vor dem 'Pforzener Mehrzwecklädle' tauschten sich zwei herrlich schräge Klatschweiber zu 'Kaffee aus Togo' (Coffee to go) über Maibaumanbiesler, die Umgehungsstraße, den VG-Lift, Hundebisse und die Siegprämie des Sportvereins aus. Die Zuschauer bedankten sich nach Hans Grünwalds 'Lieblingsnummer' als knallroter Luftballon mit großem Applaus für alle Mitwirkenden vor, auf und hinter der Bühne.

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