Silvesterfeier
Farbenfroher Start ins Jubiläumsjahr

Alles andere als Katerstimmung am Morgen danach - vielmehr gibt es überall zufriedene Gesichter nach der großen Silvesterparty in Röthenbach. Hauptorganisator Wolfgang Vogler stellt fest, dass es «nicht besser hätte laufen können»: Um Mitternacht bevölkerten rund 1500 Besucher die Wiese beim Bauhof - weitere 200 bis 300 schauten vom «Buch» aus zu - und erlebten ein prächtiges Feuerwerk von Waldemar Stiefenhofer. Er wiederum freut sich, dass der Hochnebel nicht zu tief gesunken ist: «Das Wetter war letztlich ideal», so sein Fazit. Und auch die Polizei bescheinigt, dass es eine «rundum gelungene Veranstaltung» war. «Wir waren vor Ort. Aber letztlich gab es nichts für uns zu tun. Alles lief ruhig und friedlich ab», sagt Peter Wiedemann von der Polizeiinspektion in Lindenberg am Morgen danach.

Pünktlich um 22 Uhr hatte die Party in Röthenbach begonnen, die Wolfgang Vogler vom «M.L. Getränkeservice» gemeinsam mit Jochen und Karin Bentele von der «Wein-Insel» organisiert hatte. Anlass war der Start ins Jubiläumsjahr der Gemeinde: Röthenbach feiert 2011 sein 1150-jähriges Bestehen. Deshalb trat die Gemeinde auch als Veranstalter auf und übernahm die Kosten für jene halbe Tonne Feuerwerkskörper, die Waldemar Stiefenhofer pünktlich um Mitternacht per Laptop und Funkübertragung zündete. Gut 13 Minuten lang gab es verschiedene Bilder zu bestaunen: von der Jahreszahl 2011 und der Jubiläumszahl 1150 über Wasserfälle und eine Sonne bis hin zu einem Goldregen. Gleich mehrmals gab es Zwischen-Applaus und vielmals ein «Wow» und «Oh» zu hören.

Denn: Im Gegensatz zum Vorjahr in Lindenberg war das Feuerwerk in allen Einzelheiten zu sehen. Noch am Nachmittag des Silvestertages hatte Waldemar Stiefenhofer sorgenvoll gen Himmel geblickt: «Hoffentlich senkt sich der Hochnebel nicht wie gestern». Dazu kam es nicht und so konnten die teilweise 200 Meter hoch steigenden Raketen ihre volle Pracht entfalten. Den abschließenden Effekt hätte sich Stiefenhofer zwar spektakulärer gewünscht, doch letztlich «gräme ich mich nicht». Auch für ihn ist jedes Feuerwerk eine «Überraschungstüte», denn das primär in China produzierte Material entsteht in Handarbeit und reagiert auf Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Somit lässt sich nicht alles vorausberechnen.

Rammstein und Scooter

Die Musikauswahl sei besonders schwierig gewesen, gesteht Stiefenhofer. Letztlich galt es, alle Altersgruppen anzusprechen, die auch alle um Mitternacht vertreten waren. Die Mischung aus Rammstein- und Scooter-Klängen und dem ruhigen «Fly away» kam beim Publikum hervorragend an. Für die Besucher hat Stiefenhofer nur lobende Worte übrig: «Das war äußerst angenehm. Es gab keinerlei Querschüsse durch mitgebrachte Raketen. Alle waren einsichtig». Und das, obgleich die Besucher in Röthenbach nicht kontrolliert wurden: «Der Hinweis in der Zeitung hat gereicht», sagt Stiefenhofer.

«Rundum schön» hat Wolfgang Vogler die Party erlebt. Inwieweit es sich wirtschaftlich gerechnet hat, ist noch offen: «Da es nicht so kalt war, haben wir kaum Glühwein verkauft», stellt er am Neujahrstag fest. Zudem kamen viele Besucher erst um halb zwölf, um dann nach dem Feuerwerk auch recht schnell wieder zu gehen. Der Stimmung vor Ort hat das nicht geschadet: Bis 3 Uhr morgens feierten die Röthenbacher innerhalb- und außerhalb des eigens aufgestellten Festzeltes noch weiter in ihr Jubiläumsjahr.

 

Mit einem farbenprächtigen Feuerwehr begrüßten die Röthenbacher das neue Jahr. Unser Foto zeigt das Spektakel von Richtung Schönau aus aufgenommen. Foto: Denise Neufert

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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