Verabschiedung
Evangelischer Pfarrer Wolfgang Gruber aus Kaufbeuren tritt in den Ruhestand

Mit einem Gottesdienst unter liturgischer Leitung von Pfarrer Christoph Grötzner und einem anschließenden Festakt wurde Pfarrer Wolfgang Gruber in der evangelischen Christuskirche in den Ruhestand verabschiedet. Das siebenköpfige Ensemble 'invite' sorgte vokal und instrumental für mitreißend und einfühlsam gestaltete Klänge.

Der Geistliche betreute in seiner 39-jährigen Berufslaufbahn als evangelischer Theologe zuletzt leitend die evangelische Krankenhausseelsorge am Kaufbeurer Klinikum und am Bezirkskrankenhaus.

Auch am Ende 2013 auslaufenden Kooperationsmodell der Pfarreien Dreifaltigkeitskirche (Kaufbeuren Innenstadt) und Christuskirche (Neugablonz), sich die Aufgaben der Aussiedler- und Krankenhausseelsorge in Form eines gemeinsamen 'Seelsorgezentrums' zu teilen, war Gruber federführend beteiligt.

In seiner Predigt blickte er auf das Gewesene wohlwollend zurück, ohne bestehende Probleme zu verschweigen. Obwohl es 'Licht und Schatten' gegeben habe, bekannte Gruber: 'Ich habe es nicht bereut – und die Ernte war groß.'

Gedanklich zog er einen großen Bogen vom Jesus-Wort und -auftrag 'Ihr seid das Licht der Welt' über die Theologie Martin Bubers bis zu Nelson Mandela, nach dem 'alle (dazu) bestimmt sind, zu leuchten, wie es Kinder tun'.

Für Gruber ein Grund, 'Kirche als Außenfläche einer Tiefe von Gott her' zu begreifen. Vor diesem Hintergrund bedingten 'gute Seelsorge und Medizin einander', 'geistig, geistlich und weltlich'.

Der Gottesdienst endete mit der Überreichung der Ruhestandsurkunde durch Pfarrer Jürgen Floß in seiner Funktion als Sprecher der Krankenhauspfarrer im Kirchenkreis Augsburg. Die offizielle Amtsentpflichtung durch Dekan Jörg Dittmar aus Kempten schloss sich an.

Für Schmunzeln sorgte danach die Überreichung eines 'reformatorischen Papphockers' für zukünftige Gäste im Hause Gruber.

Weitere Abschiedsgeschenke gab es im Verlauf des Festakts. Übereinstimmend gute Wünsche prägten neben weiteren Reflexionen über Sinn und Ziele der (Krankenhaus-) Seelsorge die lange Reihe der Grußworte, in die sich neben Oberbürgermeister Stefan Bosse auch zahlreiche Wegbegleiter und Kollegen des Geehrten einreihten.

Dazu gehörten der Vorsitzende der ArGe Krankenhausseelsorge in Bayern, Pfarrer Johannes Löffler, dessen Vorgänger im Amt, Pfarrer i.R. Martin Puschmann, sowie Pastoralreferent Andreas Lang, katholischer Klinikseelsorger am Kaufbeurer Klinikum und Seelsorgerin Adelheid Weigel-Gosse (Bezirkskrankenhaus).

Auch langjährige Wegbegleiter Grubers aus dem konkreten Arbeitsumfeld gaben dem angehenden Ruheständler anerkennende Worte mit auf den Weg, so Dr. Thomas Melcher als Vertreter des Seelsorgebeirats und Kursabsolventinnen aus den zahlreichen von Gruber in den vergangenen acht Jahren geleiteten Ausbildungseinheiten.

Bis aus Alaska

Und vielleicht hält es Wolfgang Gruber ja nicht auf Dauer im Ruhestand. 'Sollte mal wieder ein Seelsorgezentrum gegründet werden – rufen Sie an, ich komme, selbst wenn ich in Alaska bin', zitierte Melcher den Geehrten.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by Gogol Publishing 2002-2020

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen