Klinik
Erweiterungsbau der Kaufbeurer Forensik: Einzug mit einem Jahr Verspätung

Hohe Mauern mit Übersteigschutz und Kameraüberwachung: Die Außenhaut des Erweiterungsbaus der Forensik am Bezirkskrankenhaus Kaufbeuren ist sicher. Doch das Feintuning lässt nach wie vor zu wünschen übrig. Die Spezialfirma, die mit der Technik beauftragt wurde, musste schon mehrfach nachbessern.
  • Hohe Mauern mit Übersteigschutz und Kameraüberwachung: Die Außenhaut des Erweiterungsbaus der Forensik am Bezirkskrankenhaus Kaufbeuren ist sicher. Doch das Feintuning lässt nach wie vor zu wünschen übrig. Die Spezialfirma, die mit der Technik beauftragt wurde, musste schon mehrfach nachbessern.
  • Foto: Mathias Wild
  • hochgeladen von Stephanie Eßer

Seit einem Jahr ist der Erweiterungsbau der Kaufbeurer Forensik fertig – trotzdem sind die Patientenzimmer leer. Auch die Halle mit der Boulderwand für therapeutisches Klettern, die hellen, neuen Aufenthalts- und Therapieräume können noch immer nicht genutzt werden. Bisher sind nur die Büroräume der Verwaltung bezogen. Die Patienten, die eigentlich schon seit Monaten in dem Gebäude untergebracht sein sollten, sind Straftäter. Eingewiesen werden sie von Gerichten. Etwa zwei Drittel sind als Folge einer Suchterkrankung, der Rest aufgrund einer schweren psychischen Krankheit wie Wahnvorstellungen oder einer Persönlichkeitsstörung straffällig geworden. Deshalb musste in dem Bau ein hochsensibles Sicherheitssystem installiert werden – doch das funktioniert nach wie vor nicht optimal.

Nachdem im Sommer zwei Patienten aus dem Altbau der Forensik ausgebrochen waren, machte die Klinikleitung erneut Druck bei der beauftragten Spezialfirma, die in Berlin sitzt. „Jetzt fehlen nur noch letzte Mosaiksteinchen, damit das System abnahmefähig ist“, ist sich Thomas Düll, Vorstandschef der Bezirkskliniken Schwaben, sicher. Das „Grobe“, die Außenhaut des Gebäudes, sei absolut sicher – nun gehe es um die Feinjustierung der elektronisch gesicherten Türen, Kameras und Monitorschaltungen. „Es darf nicht sein, das auch nur fünf von 100 Kameras nicht funktionieren“, sagt Düll. Bei der Sicherheitsausstattung handle es sich um ein hochkomplexes Gewerk, deshalb könne man auch nicht einfach mal eben auf eine andere Firma ausweichen, wie etwa bei Malerarbeiten.

Mehr über das Thema erfahren Sie in der Dienstagsausgabe der Allgäuer Zeitung, Ausgabe Kaufbeuren, vom 24.09.2019.

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Autor:

Katharina Gsöll aus Kempten

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