Bürgerversammlung
Erste Windkraftanlage in Königsried soll rein kommunal sein

Fragen zum Bau eines kommunalen Windrades und zu den beiden Hochwasserdämmen standen im Zentrum der gut besuchten Bürgerversammlung in den Tiroler Stuben in Bernbach. Zuvor hatte Bürgermeister Franz Martin einen umfassenden Bericht abgelegt.

Laut Martin wurde mit dem Bau der Hochwasserschutzdämme beim Indianerdorf und am Engelmaier See inzwischen begonnen. Er erläuterte die beiden Vorhaben auch mittels entsprechender Fotos. Nicht alle Gemeinden des für den Hochwasserschutz an Gennach/Hühnerbach geschlossenen Zweckverbands müssten einen Schutzdamm bauen, beantwortete er die entsprechende Frage.

Naturgemäß müssten die Dämme mehr am Oberlauf der Bäche gebaut werden, wo das Wasser herkomme. Doch werden die Baukosten auf alle Mitgliedsgemeinden umgelegt. Martin erläuterte nochmals den Verteilungsschlüssel.

Dann ging er auf das geplante kommunale Windrad ein, für dessen Standort sich inzwischen der Höhenzug bei Königsried herauskristallisiert. Dessen Ertrag soll beim Abbau der gemeindlichen Schulden helfen. Die Windmessungen sind inzwischen fast abgeschlossen. Auch hier erklärte der Bürgermeister die Planung – wie etwa die Einspeisung ins Stromnetz – im Detail.

Er zeigte auf, dass die Gemeinde nur 70 Prozent des dann erzeugten Stroms für den Eigenbedarf benötigt. Da aber eine Gemeinde nach der Gemeindeordnung aus Wettbewerbsgründen sich nicht wirtschaftlich betätigen darf, sei mit der Nachbargemeinde Ingenried Kontakt aufgenommen worden. Diese sei bereit, mit 30 Prozent bei der Anlage mit einzusteigen. Die Einzelheiten der kommunalen Zusammenarbeit werden demnächst gemeinsam beraten.

Keine Bürgerbeteiligung

Bürgermeister Martin bestätigte auf die entsprechende Frage, dass sich das Vorhaben für Bidingen trotzdem lohnt. Er wies darauf hin, dass bei diesem Rad eine Bürgerbeteiligung nicht gewünscht sei, es solle eine rein kommunale Anlage bleiben. Es gebe aber auch einen ebenfalls geprüften zweiten Standort. Bei diesem zweiten Windrad, das später gebaut werden soll, falls entsprechende Nachfrage vorhanden sein sollte, werde dann eine Bürgerbeteiligung ausdrücklich gewünscht.

Darüber hinaus ging das Gemeindeoberhaupt auf die Sanierung von Mehrzweckhalle und Kindergarten näher ein. Was an Abwasserbeiträgen zuviel bezahlt worden sei, habe die Gemeinde 2010 zurückbezahlt. Gegen die neue Abrechnung habe nur eine Bürgerin aus Bernbach Klage eingereicht, die in allen Punkten abgewiesen worden sei.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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