Nachwuchs
Erste Biessenhofener Kinderfeuerwehr-Mannschaft

Während sich viele Freiwillige Feuerwehren um den Nachwuchs in ihrem Verein sorgen, hat Biessenhofen jetzt sogar die erste eine eigene Kinderfeuerwehr gegründet. Dreizehn Mädchen und Jungen wurden eingekleidet und werden nun die 'Wehrler' den Rücken stärken. Regelmäßige Übungen sollen die Kleinen auf spätere 'große Aufgaben' im Spiel vorbereiten.

Stell dir vor, es brennt - und die Feuerwehr kommt nicht. Abwegig ist diese Vorstellung nicht: Den Brand-Bekämpfern fehlt der Nachwuchs. In der Ostallgäuer Gemeinde Biessenhofen sieht es hier ganz anders aus, Anfang des Jahres wurde die 1. Biessenhofener Kinderfeuerwehr-Gruppe 'Junge Wehler' feierlich aufgenommen.

'Damit sind wir eine der ersten Feuerwehren im gesamten Allgäu die diesen großen Schritt in Sachen Nachwuchsförderung gewagt hat. Ziel unserer 'Jungwehrler' ist vor allem die Förderung sozialer Kompetenzen, Spaß an gemeinsamen Unternehmungen, die Brandschutzerziehung und natürlich auch die langsame spielerische Vorbereitung auf die Ausbildung in der Jugendfeuerwehr und irgendwann in der aktiven Feuerwehr' so der Vorstand.

Ein Werbeträger wie der kleine Drache 'Grisu' der sich im TV-Programm großer Beliebtheit - nicht nur bei Kindern - erfreute, müsste wieder her. Der kleine grüne Drache der Zeichentrickserie eroberte in den siebziger und achtziger Jahren nicht nur die Herzen der Zuschauer, sondern warb auch hartnäckig für die Feuerwehr. 'Ich will Feuerwehrmann werden! Ich werde Feuerwehrmann, jawohl das werde ich', rief er immer wieder trotzig, und von seinem Traumberuf ließ sich Grisu von der ersten bis zur letzten Folge nicht abbringen.

Beim Deutschen Feuerwehrverband träumt man derzeit von solchem Nachwuchs. Denn auch die Feuerwehr plagt der demographische Wandel: In einer immer älter werdenden Gesellschaft gibt es zwangsläufig auch immer weniger junge Menschen, die beherzt zu Wasserpumpe oder Schlauch greifen möchten oder es können. 'Für Aktive wird es vor allem tagsüber während der normalen Arbeitszeit immer schwieriger, freigestellt zu werden'.

Jetzt sind kreative Lösungen gefragt, insbesondere auch in der Nachwuchsförderung. Zwar sei die Jugendfeuerwehr nach wie vor 'eine Erfolgsgeschichte', schwierig sei es jedoch, die Jugendlichen auch langfristig an die Freiwillige Feuerwehr zu binden. Beim Übertritt ins Erwachsenenalter gehe oft die Hälfte verloren.

Das kann man zwar nicht pauschal so stehen lassen, jedoch im Ostallgäu sieht die Zukunft mit der Neugründung der Mannschaft der 'Junge Wehrler Biessenhofen 1' nun doch wieder optimistisch aus. Dreizehn (und dies ist eine Glückszahl) Mädchen und Jungen wurden in voller Montur beim Gründungsfest ganz herzlich vom 2. Bürgermeister Erwin Trinkwalder und dem Vereinsvorstand willkommen geheißen. Pater Polycarb segnete die junge Mannschaft. Die Dorfmusik spielte auf und rundete das gelungene Gründungsfest ab.

Im Anschluss gab es zur Stärkung 'Funkenküchle' und Würstchen für alle, dann zogen die Kinder im Fackelzug begleitet von Familien und Gästen vom Feuerwehrhaus zum Festplatz und entzündeten dort ein beeindruckendes Funkenfeuer.

Allen Beteiligten, Christbaumspendern und Helfern gilt der Dank der Gemeindeverwaltung und des Feuerwehrvorstandes. Da wünscht man 'Weiter so - die Feuerwehren sind eine lebenswichtige Einrichtung, dass hätte Grisu, der kleine Drache, sicher auch so gesehen.

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