Gemeinderat
Elbsee-Konzept abgelehnt - Auch Ruderatshofen will sich nicht an Kosten beteiligen

Der Rundweg um den Elbsee sollte mit Erlebnisstationen attraktiver gemacht werden. Dafür wurde den Gemeinde Ruderatshofen, Aitrang und Unterthingau ein Konzept vorgeschlagen, für das von der Moorallianz eine Förderung von mindestens 50 Prozent zu erwarten war. Neben Unterthingau hat nun auch die Gemeinde Ruderatshofen das Konzept abgelehnt.

Schmölz: 'Unnötig' und 'Steuergeldverschwendung'

Das Konzept beinhaltet, wie berichtet, einen Infopavillon, einen landwirtschaftlichen Spielplatz, ein Naturkino und eine Weitspringanlage.

Die Kosten betragen 100 000 Euro, die sich anteilig Aitrang und Ruderatshofen mit je 40 000 Euro und Unterthingau mit 20 000 Euro aufteilen sollten. Abzüglich der erwarteten Zuschüsse hätte Ruderatshofen einen Restbetrag von 20 000 Euro stemmen müssen.

Bürgermeister Johann Stich sprach sich für das Konzept aus: Der Rundweg werde gut angenommen und könne dadurch noch attraktiver gestaltet werden. Hubert Schmölz bezeichnete das Projekt dagegen als unnötige Aktion und 'Verschwendung von Steuergeldern'.

Als 'ideenlos' bewertete Rainer Hempe die Entwürfe. Zudem sehen er und Roland Schneider Probleme bei der künftigen Pflege.

Gemeinderätin Rosa Dietrich befürwortete es, die dortige schöne Natur so zu belassen wie sie ist, denn weniger sei oft mehr. Zweiter Bürgermeister Johann Neth gab zu bedenken, dass die vermehrte Nutzung von landwirtschaftlichen Wegen nicht immer positiv bei der Bevölkerung ankommt.

Mit den ausgearbeiteten Vorschlägen konnten sich auch Franz Popp und Reinhold Wintergerst nicht anfreunden. Da die Förderung ja nicht an dieses Konzept gebunden ist, schlugen sie vor, über andere Möglichkeiten und Ausführungen nachzudenken.

Somit lehnte der Gemeinderat die Unterstützung des Projektes und die Kostenzusage mit einer Gegenstimme von Bürgermeister Stich ab.

Umgehung: Im Mai Festlegung der Trasse geplant

Stich hatte auch neue Informationen zum Stand des Planfeststellungsverfahrens zur Ortsumgehung Ruderatshofen. Derzeit befasse sich das Amt für ländliche Entwicklung damit, und das Planungsbüro untersuche die Varianten. Die ausgearbeiteten Ergebnisse werden in der zweiten Novemberhälfte dem Gemeinderat vorgestellt, so Stich.

Im Mai 2013 solle dann die endgültige Trasse festgelegt und anschließend bekannt gegeben werden. Nach Abstimmung mit der Regierung von Schwaben und der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange sei mit der Aufstellung der Planfeststellungsunterlagen bis Jahresende 2013 zu rechnen.

Sollte alles plangerecht laufen, könne der Planfeststellungsbeschluss im Frühjahr 2014 gefasst werden, so Stich.

Zum Thema Flutgrabenbrücke berichtete er, dass er sich schriftlich an Landrat Johann Fleschhut gewandt habe. Er habe die mündliche Zusage erhalten, dass die Brücke nicht neu gebaut werde.

Ein Neubau oder Auflastung der Brücke würde einer Ortsumgehung entgegenstehen. Die beiden derzeit im Bau befindlichen Brücken über Kirnach und Mühlbach sollen bis Schuljahresanfang befahrbar sein, sofern die Witterung einen weiterhin zügigen Baufortschritt zulässt.

Die komplette Fertigstellung ist bis Anfang November geplant.

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