Kunsthaus
Eine leise Rebellion bei der Kaufbeurer Ausstellung High Slow

Es sind relativ wenige, stille Werke, die derzeit im Kunsthaus Kaufbeuren zu sehen sind. In ihrem Schwarz-Weiß und ihren Grautönen heben sie sich bisweilen kaum von den Sichtbetonwänden der Ausstellungshalle ab. Die Motive sind – zumindest auf den ersten Blick – unspektakulär und schon gar nicht provokant. <%IMG id='1608417'%>

Und doch findet dort noch bis Mitte Dezember eine Rebellion statt. Eine leise zwar, aber eine nachhaltige. Denn die grafischen Arbeiten von Hana Usui und die Hinterglasbilder von Thilo Westermann haben so gar nichts mit dem lauten, schnellen, bisweilen schrillen Kunstbetrieb unserer Tage gemein.

Sie glänzen durch tiefsinnige Konzeption, hohe handwerkliche Qualität und einen aufwendigen Entstehungsprozess. Gleichermaßen hintergründig und programmatisch hat Kunsthaus-Direktor und Kurator Jan T. Wilms die Schau 'High & Slow' genannt.

Die Ausstellung bestens geeignet, um Kunstinteressierte, die von der omnipräsenten Provokation und Blenderei frustriert sind, wieder mit der zeitgenössischen Kunst zu versöhnen.

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