Ausgezeichnet
Ein Winterquartier für Igel

Sie sind mit Begeisterung dabei: 16 Schülerinnen und Schüler der 2. bis 4. Klasse der Laubenbergschule gehören der Natur- und Umwelt-AG an. Sie beobachten Fledermäuse, informieren sich über den Klimaschutz und bauen Winterquartiere für Igel. Der dahinter stehende Einsatz der Schule wurde einmal mehr ausgezeichnet: Die Laubenbergschule erhielt vor kurzem bereits zum dritten Mal die Zertifizierung als «Umweltschule in Europa».

Bereits im sechsten Schuljahr ist Lieselotte Häge als Umweltbeauftragte der Schule aktiv. Das Treffen am Mittwochnachmittag ist inzwischen fester Bestandteil im Dorfleben, denn neben den 16 aktiven AG-Teilnehmern gibt es weitere Beteiligte. Mit Dieter Immekus hat ein Jäger die Kinder über die Tiere im Wald unterrichtet und ihnen die verschiedenen Spuren gezeigt und erklärt. Edith Krammel vom Tierschutzbund und der Landesbund für Vogelschutz waren ebenfalls bereits in Maierhöfen zu Gast. «In den letzten Jahren ist ein Netzwerk entstanden», freut sich Lieselotte Häge.

Viele Themen finden sich zwar auch im normalen Lehrplan und fließen beispielsweise in den Heimat- und Sachkundeunterricht ein. Innerhalb der AG ist jedoch ein Vertiefen möglich. Das gilt auch für den Zusammenhang zwischen Ernährung und Klimaschutz: «Wir vermitteln den Kindern, dass ein Apfel zur jetzigen Jahreszeit sinnvoller ist als eine nach Deutschland eingeflogene Erdbeere», so Häge.

Mit diesem Wissen sind sie dann nicht selten Multiplikatoren in ihren Familien. Das gilt auch für den richtigen Umgang mit Strom: «Wir erleben, dass die Kinder es sind, die zuhause auffordern, eine Lampe auszuschalten», so Schulleiter Rainer Hölzel. So wolle die Schule Impulse setzen.

Oft fängt es im Kleinen an: «Der Verbrauch an Papierhandtüchern in der Schule ging zurück, nachdem wir darüber sprachen, dass für die Papierherstellung Bäume gefällt werden», so Lieselotte Häge.

Die Wichtigkeit des Themenbereichs haben alle Beteiligten erkannt: Der frühere Schulleiter Ulf Müller hat das Entstehen der Arbeitsgemeinschaft gefördert und sein Nachfolger Rainer Hölzel unterstützt das Engagement ausdrücklich. Örtliche Firmen stellen immer wieder Material zur Verfügung, wie zuletzt Holz und Steine für ein Igel-Winterquartier. Frühere Schüler bleiben der AG verbunden und kommen auch nach dem Wechsel auf eine weiterführende Schule gern vorbei und beteiligen sich. Und die Eltern übernehmen bei Bedarf gerne Fahrdienste oder kommen als Begleitpersonen zu Exkursionen mit.

Noch mehr Austausch gewünscht

Auch die Zusammenarbeit innerhalb der drei Schulstellen in Maierhöfen, Gestratz und Grünenbach funktioniere prima, bilanziert Häge. Doch wünscht sie sich mehr Austausch mit anderen Schulen in der Region rund um die Themen Natur und Umwelt: «Überall wird gute Arbeit geleistet, aber die Vernetzung fehlt».

 

Die Schüler der Natur- und Umwelt-AG an der Laubenbergschule haben Winterquartiere für Igel gebaut. Foto: Olaf Winkler

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