Internet
Eggenthaler kommen bald schneller ins Internet

Nach vielen Gesprächen und Beratungen hat der Gemeinderat eine Entscheidung zur Internet-Breitbandversorgung der Kommune getroffen: Er vergab den Auftrag für DSL mit Richtfunk an die Firma Allgäu DSL. 'Diese Funkanbindung verbessert die Versorgung in der ganzen Gemeinde', so Bürgermeister Harald Polzer.

Der Bedarf war eindeutig: 'Die Bevölkerung will eine bessere Lösung', berichtete Polzer. Vielen Familien und Bürgern ging es nämlich so wie Lydia Bartenschlager: 'Wir müssen mit dem Internet arbeiten, aber kommen oft nicht rein', erklärte sie.

Dabei war die Gemeinderätin durchaus kritisch angesichts vermuteter Strahlenbelastung – und stand damit auch auf der Seite vieler Skeptiker. Doch nach einigen Messungen, Informationsveranstaltungen und Studien war sich der Gemeinderat einig, dass die Funkverbindung die geringste Belastung habe und zugleich auch die über 20 Ortsteile und Weiler am Besten versorge.

'Wir müssen auch an den Außenbereich denken', betonte Martin Steidele. Deshalb kam auch eine Glasfaserlösung nicht in Betracht, da die angesichts der topografischen Gegebenheiten für die Gemeinde unbezahlbar sei.

Nun soll Allgäu DSL in der Gemeinde Funkmasten aufstellen, die in Sichtverbindung zu den Empfangsantennen stehen und im Fünf-Gigahertz-Bereich arbeiten.

Beim Kunden werde das DSL dann per WLAN verteilt. Nach der Stellungnahme eines Gutachtens sei die Strahlenbelastung dabei 'gering'. Die Gemeinde hat bereits einen Förderantrag gestellt, weshalb auf sie wohl lediglich Kosten von rund 28 000 Euro zukommen.

Auch weil die Förderung Ende des Jahres auslaufe, warb Polzer für das Projekt, selbst wenn es nur eine Übergangslösung werde. Doch der Gemeinderat war sich nach der jahrelangen Beschäftigung mit dem Thema einig: 'Wir haben oft genug darüber geredet und brauchen jetzt eine Entscheidung.

Also schreiten wir zur Tat', meinte Alfred Schleifer. Das Gremium votierte einstimmig für die Funklösung.

In Eggenthal laufen inzwischen die Bauarbeiten für die Hochwasserschutzmaßnahme am Röhrwanger Mühlbach auf Hochtouren – momentan sind die Erdarbeiten für den Damm im Gange.

Zweiter Bürgermeister Anton Sanktjohanser lobte ausdrücklich die Fahrer der Baustellenfahrzeuge, die ihre Ladungen sehr diszipliniert durch den Ort fahren. Peter Belm regte aber auch an, dass vor den Wochenenden die Straße zur Baustelle außerhalb des Ortes gesäubert werde, da dort viele Wanderer unterwegs seien.

Für Bewegung soll auch der Aufstellungsbeschluss für die zweite Änderung des Flächennutzungsplans für das Gebiet Am Hang sorgen. Dort seien mehrere kleinere Bauvorhaben geplant, die eine Änderung des Regelwerks notwendig machten.

Der Gemeinderat entschied sich deshalb bei einer Gegenstimme und vorbehaltlich, dass die Bauherren sich an die bereits besprochenen Bedingungen halten, den Plan zu ändern.

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