Blasmusik
Eggenthaler Kapelle bringt Girlieband DrsquoGeißa hervor

Ersten Quellen zufolge wird in Eggenthal schon seit 1820 Blasmusik gemacht. Die Gründung des Musikvereins war wohl erst 1895, damit ist die Kapelle relativ jung. Das scheint sich auch auf das Engagement der Musiker auszuwirken: Über 60 Mitglieder hat die Stammkapelle, dazu kommen noch die Jugendkapelle, eine Big Band, die Jugendlichen bei den 'Mühlbachtalern' (VG-Kapelle) sowie Bambinis, Chöre und Einzelgruppen. Und seit einem Jahr sind auch noch 'D’Geißa' da: möglicherweise die erste 'Girlieband im Allgäu'.Den Anstoß gab voriges Jahr Bernhard Prestele. Der damals scheidende Dirigent der Eggenthaler Stammkapelle empfahl den jungen Mädels, nebenbei eine eigene Band zu gründen.

'Weil wir so viele Instrumente spielen', erzählt Julia Gerle. Die 19-Jährige ist einer der treibenden Kräfte der Band. 'Dann haben wir lange über den Namen diskutiert', so Gerle.

Schließlich entschieden sich die zwölf Mädchen zwischen 15 und 21 Jahren für 'D’Geißa – die Girlieband im Allgäu'. 'Weil wir halt nur Mädels sind', sagt Julia Roßkopf. Die Lehramtsstudentin ist mit 21 Jahren die älteste der jungen Wilden. Dennoch begannen die zwölf Mädels musikalisch eher konservativ.

Da sie nämlich entweder in der Stammkapelle oder bei den 'Mühlbachtalern' Mitglieder sind, spielten sie anfangs zumeist das, was sie kannten: böhmische Musik.

Doch dann fächerten sie ihr Angebot auf und nun haben sie auch viel Schlager oder Popmusik in ihrem Programm – darunter Stücke von Dolly Parton, 'La Brass-Banda' oder Michael Jackson.

Das liegt auch an der vielfältigen Besetzung – Lena Kronewiter lernt derzeit sogar noch Piano. 'Unsere Musik ist auch deshalb möglich, weil wir Tuba und Eufonium dabei haben. Das ist für Frauen eher ungewöhnlich', meint Roßkopf.

Teilweise sei die Musik dadurch sogar anstrengender als in den Stammformationen: 'Man hört nämlich die einzelnen Instrumente viel mehr heraus', berichtet Laura Kögel (15). Und sie integrieren verstärkt Gesang in die Stücke: 'Das singen wir alles selbst. Dafür haben wir keine extra Sängerinnen', erläutert Nicole Wiedemann (17).

Ihre ersten Auftritte haben 'D’Geißa' schon gemeistert und das Publikum dabei begeistert. Bis zu 50 Lieder hat die Formation im Repertoire und hat schon zweieinhalb Stunden bei einem Konzert durchgestanden.

Mittlerweile haben sie auch einen Hit, das 'Allgäu-Lied' – ein Arrangement des 'Bayern-Liedes' von Gerle. Demnächst wollen die Mädels auch noch ihr Aussehen ändern und nicht mehr nur mit Dirndl, sondern auch in Lederhosen auf der Bühne stehen.

'Das ist schon ein netter Haufen', meint deshalb Kögel. Und kreativ obendrein, denn die Zahl der eigenen Stücke nimmt weiter zu.

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