Behördenfunk
Ebratshofen erhält Funkmast

Im Grünenbacher Ortsteil Ebratshofen wird voraussichtlich in den nächsten ein bis zwei Jahren ein 40 Meter hoher Stahlbeton-Funkmast für den digitalen BOS-Funk entstehen. Nachdem Vertreter der von der bayerischen Staatsregierung beauftragten Firma sowie der Polizei den Gemeinderat informiert hatten, befürworteten die Räte einstimmig die Errichtung.

Eigens in das Vereinsheim in Ebratshofen hatte der Gemeinderat Grünenbach seine Sitzung verlegt, um es Anliegern leicht zu machen, die Diskussion zu verfolgen. Allerdings nahmen nur zehn Bürger an der Sitzung teil.

Franz Burkhard von der Telent GmbH in München, die für einen Großteil der zu errichtenden Standorte in Bayern zuständig ist, hatte vorab über den geplanten Mast informiert. Er soll im Bereich Hinterstiegen und damit oberhalb von Ebratshofen errichtet werden. «Dort wurde nach eingehender Prüfung der optimale Standort ausgemacht», so Burkhard.

Versorgung für den Eistobel

Insbesondere war Polizei und Rettungsdiensten wichtig, dass über den Standort der Eistobel versorgt wird, denn dort kommt es immer wieder zu Einsätzen bei Unfällen. Der geplante 40 Meter hohe Mast erfüllt diese Voraussetzung und deckt weitere Bereiche im östlichen Landkreis ab. Insgesamt sind im Kreis Lindau sechs BOS-Standorte vorgesehen, darunter auch in Scheidegg und Röthenbach.

Von der Ortsmitte Ebratshofen ist der geplante Standort rund 500 Meter entfernt. Zur nächsten Bebauung sind es rund 280 Meter. Dabei handelt es sich um das Privatgebäude des Eigentümers jenes Grundstückes, auf dem der Funkmast errichtet werden soll.

Er hat gegen die Errichtung nichts einzuwenden. «Für ihn ist es aber Voraussetzung für eine Zusage, dass die Ebratshofer Bürger das Vorhaben akzeptieren und kein Unmut auf ihn zukommt», so Bürgermeister Markus Eugler. Er verwies in der Gemeinderatssitzung auf die Diskussion vor einigen Jahren, als in der Ortsmitte Grünenbach ein privater Mobilfunkbetreiber einen Funkmast errichtete. «Deshalb war uns eine öffentliche Diskussion wichtig», so Eugler.

Gemeinderat Wolfgang Burkart wollte wissen, welche Kosten auf die Gemeinde zukommen. Dazu Eugler: «Nur indirekt über die Kreisumlage, wenn das BOS-Netz im Betrieb ist.» Reinhold Osterberger erkundigte sich nach der Strahlungsintensität. Dazu Frank Burkhard: «Die Höchstleistung liegt bei 20 Watt und ist abhängig von der Nutzung. Mehr Gespräche erhöhen die Sendeleistung».

Annemarie Schmelz wollte wissen, was bei einer Ablehnung des Standortes geschehen würde. «Dann müssten wir einen neuen Standort in der Nähe suchen, denn wir müssen auch diese Region komplett abdecken», so Burkhard. Und Bürgermeister Eugler ergänzte: «Wir würden bei einem Nein das Thema nur geringfügig verlagern».

Nach dem grundsätzlichen Ja des Gemeinderates ist in den nächsten Monaten mit dem konkreten Bauantrag zu rechnen, dem der Gemeinderat erneut zustimmen muss.

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