Bürgerversammlung
Durchgangsverkehr in Baisweil soll verlangsamt werden

Große Projekte stehen in der Gemeinde Baisweil im nächsten Jahr an. Doch es waren eher kleinere oder zukünftige Probleme, die die Menschen bei der Bürgerversammlung im Gasthaus 'Drei Rosen' beschäftigten.

Mit Sorge sehen derzeit die Bürger den Verkehr auf der Allgäuer Straße, die nach Lauchdorf führt. Dort werde viel zu schnell gefahren, meinte ein Besucher. Vor allem der Schwerlast- und landwirtschaftliche Verkehr sei auf der Straße viel zu schnell und dementsprechend auch viel zu laut unterwegs. Das nerve nicht nur die Anwohner, sondern sei auch eine Gefahr für Schüler, die dort entlanglaufen oder an der Haltestelle auf einen Bus warten, so eine Bürgerin.

Bürgermeister Thomas Steinhauser will nun prüfen lassen, ob eine Geschwindigkeitsbegrenzung möglich sei. Aber auch die Zukunft der Kinder und der für sie vorgesehenen Einrichtungen war den Baisweilern wichtig. Steinhauser verwies darauf, dass die voriges Jahr gebaute Kinderkrippe sehr gut ausgelastet sei.

Die Einrichtung war gegen einige Widerstände 2006 von Steinhauser eingerichtet worden. Inzwischen habe sie sich als VG-Krippe etabliert. 'Es war eine richtige Entscheidung damals.' Und künftig sei die Krippe gesichert, daran werde auch eine zweite in der VG, die eventuell wegen des gesetzlichen Anspruches auf einen Kinderkrippenplatz (August 2013) eingerichtet werde, nichts ändern.

Dagegen stehe die Schule aufgrund ihres baulichen Zustandes und möglicher politischer Vorgaben auf der Kippe, gab der Bürgermeister zu. Allerdings möchte der Gemeinderat das Gebäude sanieren lassen. Und Steinhauser stellte klar: 'Der Gemeinderat will mehrheitlich die Schule im Ort halten.

' Dagegen seien ganz neue Ideen wegen der Entwicklung zu einer Gesellschaft mit überwiegend älteren Menschen nötig: Auch ein Mehrgenerationenhaus sei denkbar – wie es ein Bürger vorschlug. Das könne auch zur Belebung des Ortskernes führen, meinte Steinhauser.

Wie schnell die Gemeinde solche Projekte angehen könne, sei auch eine Sache der Finanzen. Zwar sei im laufenden Haushaltsjahr eine Steigerung der Schulden geplant, doch möglicherweise sei das nicht nötig: 'Wir haben weniger Ausgaben und mehr Einnahmen im Verwaltungshaushalt. Deshalb werden wir wahrscheinlich den Kredit von 205.000 Euro nicht aufnehmen müssen', so Steinhauser.

Aus aktuellem Anlass erinnerte er zudem an das Rückschneiden von Sträuchern sowie die Schneeräumpflicht. Zudem wies er daraufhin, dass kein Bürger das Recht habe, etwa für Kabeltrassen für private Fotovoltaikanlagen und damit wirtschaftliche Zwecke kommunalen Grund zu nutzen. 'Die Gemeinde stellt dafür keinen Grund zur Verfügung', betonte der Bürgermeister. Dazu gebe es einen klaren Gemeinderatsbeschluss.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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