Jubiläum
Dr. Alois Möslang feiert mit hunderten Gläubigen 50-jähriges Priesterjubiläum in Gestratz

2Bilder

Für Bürgermeister Johannes Buhmann war es das «größte Fest des Jahres in Gestratz»: Zunächst in der Pfarrkirche St. Gallus, später dann vor der Argenhalle blieb kein Platz frei. Der halbe Ort feierte das goldene Priesterjubiläum von Dr. Alois Möslang mit.

Und das, obwohl der 81-jährige Geistliche die meiste Zeit in anderen Kirchengemeinden gewirkt hat. Erst seit Oktober 2010 wohnt er wieder im Gestratzer Ortsteil Isnerberg und unterstützt die Arbeit von Pfarrer Karl Werner Badura in der Pfarreiengemeinschaft.

<< Freudig folge ich deinem Willen Herr >> - dieser Bibelvers stand vor 50 Jahren über der Primiz von Alois Möslang in Gestratz. Und nun war er als Blumenteppich wieder vor dem Altar der Pfarrkirche zu lesen. Dieser Leitgedanke habe auch über seiner 50-jährigen Priestertätigkeit gestanden, sagte der Jubilar im Festgottesdienst. Zwar habe es Höhen und Tiefen gegeben, aber: << Im Nachhinein zählen nur die hellen Tage >>.

Sichtlich berührt war Möslang angesichts der Vielzahl jener, die zum Fest gekommen waren. Dazu zählten auch Gäste aus den vier Kirchengemeinden, in denen Möslang nach seiner Priesterweihe tätig war. So wirkte er vier Jahre in Dillingen, 14 Jahre in Weißensberg, 19 Jahre in Dinkelsbühl und zuletzt in Etting.

Die besondere Verbundenheit mit ihrem ehemaligen Pfarrer zeigten die Kirchenchor-Mitglieder aus Weißensberg: Sie hatten kurzerhand eine Chorgemeinschaft mit Gestratz gegründet und sangen unter der Leitung von Markus Müller die << Missa brevis >> in C von Wolfgang Amadeus Mozart.

In seiner Predigt erinnerte Prälat Rudolf Kopold an die << Speisung der 5000 >> im Johannes-Evangelium und verglich den Auftrag Jesu << Gib ihnen zu essen >> an seine Jünger mit jenem Auftrag, den Möslang vor 50 Jahren bei der Priesterweihe erhalten habe. Wohl jeder Priester frage sich: << Wie soll das reichen, was ich mitbringe, um die mir Anvertrauten versorgen zu können? >>

Möslang habe seine Gesundheit, seine Ausbildung, seine Entschlossenheit, seine Bereitschaft und die << Kraft des Allgäus >> mitgebracht. Dennoch habe es, wie in jedem Priesterleben, Zeiten der Rat- und Hilflosigkeit gegeben. << Doch gerade, wenn ich schwach bin, bin ich stark >>, so Prälat Kopold.

Dieses Gesetz des Reiches Gottes habe dann den Heiligen Geist wirken lassen und habe das Wunder möglich gemacht, dass Menschen sich für Gott öffnen. Ein Priester dürfe solche Wunder nicht bilanzieren wollen - << aber freuen darf er sich schon >> (Kopold).

<< Haltet zusammen >>

Möslang selbst erlebt sein Priesterjubiläum in einer Zeit, << in der vieles abbröckelt >>. Daher appellierte er an die Festbesucher: << Haltet zusammen, bleibt da und lasst die Kirche im Dorf stehen. >>

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen