Gemeinderat
Diskussion um privaten Winterdienst

Der Winterdienst war jüngst Thema im Mauerstettener Gemeinderat. Einen ein Meter breiten Gehstreifen links und rechts der Straße müssen die Hausbesitzer bei Schnee und Eis auch dort räumen, wo kein regulärer Gehweg vorhanden ist. Das betonte Mauerstettens Bürgermeister Armin Holderried in der Bürgerfragestunde. Diese beendete den öffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung, zu der Holderried viele Bürger begrüßen konnte.

Holderried hatte zuvor Überlegungen zur Diskussion gestellt, im nächsten Winter Teile des gemeindlichen Winterdienstes an einen Unternehmer zu vergeben. Hintergrund: Mit den beiden Räumfahrzeugen der Gemeinde ist starker Schneefall, der erst kurz vor Beginn des Berufsverkehrs einsetzt, nicht in der gewünschten Schnelligkeit und Qualität zu bewältigen. Erstaunt mussten die Gemeinderäte zudem zur Kenntnis nehmen, dass die Mitarbeiter des Bauhofs ein enormes Überstundenpaket vor sich herschieben, welches im Wesentlichen durch den Wintereinsatz anwächst. Der Gemeinderat steht der Vergabe des Räumdienstes in Teilen grundsätzlich positiv gegenüber. Vor einer Entscheidung will der Bürgermeister weitere Informationen einholen.

Während Zuschussanträge der Blasmusik und des Sportvereins Mauerstetten auf Beschaffung von Bühnenelementen und der Singgemeinschaft Stöttwang-Frankenried auf einen Dirigentenzuschuss positiv beschieden wurden, sorgte ein weiterer Antrag des Sportvereins für eine kontroverse Diskussion. Dem Verein entstanden im vergangenen Jahr für die Instandhaltung der drei Sportplätze Sachkosten in Höhe von rund 4500 Euro, die prinzipiell durch den Sportverein selbst zu tragen sind. Zwar sperrten sich die Gemeinderäte nicht grundsätzlich gegen die Übernahme zumindest eines Teils der Kosten, stießen sich aber an den hohen Kosten für den Kauf von Dünger (circa 2100 Euro). Letztlich beschloss das Gremium, die Hälfte der Kosten zu übernehmen, da man damit auch das große ehrenamtliche Engagement des Sportvereins anerkennen wolle, der die Plätze «immer sehr gut in Schuss» halte.

Bei größeren Ausgaben sollte jedoch künftig zunächst vorher die Zustimmung der Gemeinde eingeholt werden.

Holderried erläuterte auch die Jahresrechnung 2010, die auf der Internetseite der Gemeinde einsehbar ist. Vor allem die erfreuliche Entwicklung bei der Gewerbesteuer habe den Gemeindefinanzen ausgesprochen gut getan: 156000 Euro konnten als Rücklage eingestellt werden. Die geplanten Investitionen fielen moderater aus als vorgesehen, da man für Grunderwerb eingeplante 500000 Euro nicht benötigte. Die Pro-Kopf-Schulden der Mauerstettener Bürger konnten auf 175 Euro gesenkt werden, weil die Kommune einstimmig beschlossen habe, nur das absolut Notwendige zu investieren, so Holderried. Wenn alles nach Plan verlaufe, werde die Gemeinde Ende 2015 schuldenfrei sein.

Weitere Ergebnisse der Sitzung lauteten: Die Gemeinde signalisiert grundsätzlich grünes Licht für die Beteiligung am Projekt «Sachsenrieder Bähnle», der Bürgermeister drängt auf Einhaltung der Parkplatzregelung beim Kindergarten und für den Sonnenhof muss ein Feuerwehr-Einsatzplan erstellt werden.

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