Haushalt
Die Gemeinde Baisweil hat niedrigere Einnahmen und höhere Ausgaben - Kreditaufnahme notwendig

Die Gemeinde Baisweil kocht derzeit auf Sparflamme: Der Haushalt verändert sich nämlich bei den Eckdaten im Vergleich zum Vorjahr nicht (siehe Info-Kasten). «Er ist eng aufgestellt, aber wir haben alles unter Kontrolle», meint dennoch Bürgermeister Thomas Steinhauser. Das Dilemma sei entstanden, weil die Einnahmen sanken, aber zugleich die Ausgaben stiegen, erklärte Albert Wölfle, Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft Eggenthal.

Deshalb bleibt der Gesamthaushalt mit 2,282 Millionen Euro ebenso auf dem Stand des Vorjahres wie der Vermögenshaushalt und der Verwaltungshaushalt. Insbesondere die Schlüsselzuweisungen sanken bei Letzterem und konnten durch die gestiegene Einkommensteuer nicht kompensiert werden. Zugleich stiegen auch noch die Ausgaben durch erhöhte Kosten für die Wasserversorgung, da es Verluste durch Rohrbrüche gab.

Zudem stieg die Umlage an den Kreis. Dadurch ergebe sich insgesamt lediglich eine kleine Summe von 18000 Euro, die an den Vermögenshaushalt überführt werden kann, was wiederum den Investitionsspielraum der Gemeinde einschränke, berichtete Wölfle. Dennoch könne die Kommune wohl ihre gesteckten Ziele erreichen, wozu aber eine Kreditaufnahme von 230000 Euro notwendig sei. Die Erhöhung der Zuführung sowie die Tilgung müsse in den nächsten Jahren dringend erreicht werden, mahnte Wölfle.

Allerdings habe die Gemeinde durch einige bereits erschlossene Baugrundstücke, für die es Interessenten gebe, eine Sicherheit in der Hinterhand.

Das die Gemeinde trotz des knappen Haushaltes heuer die Kinderkrippe und das Bürgerhaus neu baut sowie den Kindergarten umgebaut hat, sei nur möglich, da die Mittel von der Bayern-Grund kamen - einer staatlichen Einrichtung, die gegen eine Gebühr das Projekt nach Bedarf finanziert, wobei die Zuschüsse zügig verrechnet werden, erläuterte der Bürgermeister. Inzwischen sei der umgebaute Kindergarten bis auf Kleinigkeiten fertig: Am 22. August zog das Personal mit dem gesamten Inventar von der Turnhalle, die als Behelfseinrichtung diente, dort ein. Auch die neue Kinderkrippe im hinteren Neubau des Bürgerhauses sei innen fertig und schon bezogen, so Steinhauser.

Der Gemeinderat will nun nach einem Vorschlag des Zweiten Bürgermeisters Ludwig Lutzenberger bei einem Ortstermin feststellen, ob noch ein überdachter Freigang außen angebaut werden soll. Dagegen werde im neuen Bürgerhaus noch fleißig gearbeitet und momentan die Decke eingebaut. Der Außenbereich am Gebäude soll unterschiedlich gepflastert werden, entschied der Gemeinderat. Inzwischen seien rund 75 Prozent der gesamten Baumaßnahmen abgeschlossen, so Steinhauser.

Die Hochwasserschutzmaßnahme am Oster- und Riedbach wird hingegen noch dauern: Nachdem das Wasserwirtschaftsamt mitteilte, dass technische Maßnahmen wahrscheinlich weder gefördert noch genehmigt werden, will sich das Gremium nun über die genauen Bedingungen für einen ökologischen Umbau informieren.

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