Neubau
Die ,,Fun Factory in der Neugablonzer Turnerstraße wird mit viel Beifall eröffnet

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,,Da muss man sich dran gewöhnen.' Alles riecht noch so neu. Die Wände sind nicht übersät mit Kratzern und Graffiti. Die Toiletten: picobello sauber. Erdan (14) freut sich riesig über das neue Jugendzentrum ,,Fun Factory', aber wie viele seiner Kumpel muss er erst mal auf Tuchfühlung gehen mit dem neuen Gebäude in der Turnerstraße, das so gar nichts mit dem alten, baufälligen Jugendzentrum in der Bürgerstraße gemein hat. 'Und wir werden uns schnell dran gewöhnen', lacht Erdan.

Gestern nahmen die Erwachsenen das Haus nur kurz in Beschlag. Es war der Tag der Eröffnung nach einer ewig langen Planungs- und Bauzeit. Dass aus diesem Anlass nicht auf die üblichen Grußworte verzichtet wurde, ertrugen die Teenager mit Gelassenheit und großer Disziplin. Viele von ihnen waren von der benachbarten Gustav-Leutelt-Schule herüberkommen, um das neue ,,Juze" zu begutachten. Die Nähe zwischen der Schule, dem TV Neugablonz und dem Stadtjugendring als Hausherr griff Bürgermeister Gerhard Bucher in seiner Rede auf - eine nicht nur räumliche Nähe, sondern eine Verbindung, die sich künftig auch in einer engen Zusammenarbeit zeigen soll.

,,Der Standort ist ideal und verspricht eine gute Kooperation", so Bucher, der auch die Architektur des 2,14 Millionen Euro teuren Baus lobte, der sich ,,leicht und harmonisch" ins Gelände einfüge. Das hörte Architekt Peter Fink vom Büro Mühlich, Fink & Partner natürlich gerne. Er freute sich über den Mut und das selten gewordene Engagement der Stadt, ein solches Jugendzentrum überhaupt neu zu bauen. ,,Wichtig war uns ein Konzept, in dem Leichtigkeit und Offenheit zum Tragen kommen", so Fink.

Der zweite TVN-Vorsitzende Wolfgang Klemm betonte, dass der Jugendtreff dem Verein nicht einfach vor die Nase gesetzt worden war. ,,Wir haben die Synergien erkannt", sagte er.

Der TVN hatte bekanntlich nach der langen, vergeblichen Standortsuche das jetzt verwirklichte Konzept auf der Basis einer engen Zusammenarbeit ins Gespräch gebracht. Auch Schulleiter Günter Blasini sagte, dass die Kooperation weit über ein ,,geografisches Miteinander" hinausgehe. Rund 100 Schüler der Leutelt-Schule nutzen künftig beispielsweise die Mittagsbetreuung, die im Jugendzentrum stattfindet.

Nachmittags und abends bot der Stadtjugendring in Zusammenarbeit mit Schule, TVN und der mobilen Spielplatzbetreuung (Mobiku) den Jugendlichen ein buntes Programm - vom Kinderschminken über einen Hip-Hop-Tanzworkshop bis zur Eröffnungsdisco. Dabei zeigte sich, dass der Stadtjugendring auf dem besten Weg ist, sein gestecktes Ziel zu erreichen: ,,Wir wollen nicht nur ein Jugendzentrum sein, sondern ein Stadtteiltreff", so der Vorsitzende Peter Heel. Denn auch Eltern und Großeltern schauten sich gestern bereits in den neuen Räumen um.

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