Brauchtum
Die Frankenrieder stibitzen den Stamm für den Dösinger Maibaum – aus dem Wald

Ein Fass Bier und 30 Steaks mussten reichen, damit die Frankenrieder den Dösinger Maibaum am Wochenende wieder zurückbrachten. Der dortige Burschenverein konnte sich danach rechtzeitig an den Arbeit machen, um den Stamm für die morgige Maifeier herzurichten.
  • Ein Fass Bier und 30 Steaks mussten reichen, damit die Frankenrieder den Dösinger Maibaum am Wochenende wieder zurückbrachten. Der dortige Burschenverein konnte sich danach rechtzeitig an den Arbeit machen, um den Stamm für die morgige Maifeier herzurichten.
  • Foto: Burschenverein Dösingen
  • hochgeladen von Michelle aus dem Aus dem Bruch

Dunkelheit umhüllte den stolzen Stamm mitten im Forst. Geschlagen von Rechtlern, 25 Meter in der Länge, entrindet, aufgebockt. Der künftige Maibaum des dortigen Burschenvereins war fortan in den Händen junger Männer und Frauen aus Kreisen der Frankenrieder Feuerwehr.

Besonders dramatisch: Für die Dösinger stand eine Premiere auf dem Spiel, da der Burschenverein die Tradition nach maibaumlosen Jahren im Dorf erst übernommen hat. 

Nun, so viel vorweg: Es ist alles gut gegangen. Ein bisschen wurde freilich gefeilscht. Das Ergebnis: ein 50-Liter-Fass Bier, 30 Steaks. Dafür gab’s am Wochenende den Stamm zurück, rechtzeitig vor der Maifeier am Dienstag, wenn der Fuß des dann geschmückten Baumes in das Scharnier der hydraulische Vorrichtung geklemmt und der Stamm ohne Kran und Muskelkraft wie die Ladefläche eine Lastwagens aufgerichtet wird.

Doch bei aller Harmonie stellten sich für die Dösinger angesichts der geheimen Aktion im Wald kritische Fragen. „Ein Baum wird erst zum Maibaum, wenn er am Ortsschild vorbei transportiert wird, somit darf er erst dann geklaut werden“, schlussfolgerte Kosta Stogiannis vom Burschenverein mit Verweis auf „allgemein anerkannte“ Regeln für das Maibaum-Klauen. „Es muss sich nur offensichtlich erkennbar um einen Maibaum handeln“, stellte dagegen Helmut Höbel die für Frankenried gültigen Kriterien klar. Er habe sich bei Fachleuten kundig gemacht.

Mehr über das Thema erfahren Sie in der Montagsausgabe der Allgäuer Zeitung, Ausgabe Kaufbeuren, vom 30.04.2018.

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