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Die Dauerausstellung im Kaufbeurer Stadtmuseum wurde mit Objekten ergänzt

Die Dauerausstellung im Kaufbeurer Stadtmuseum wurde im August mit einer Reihe kleinerer Ergänzungen erweitert. Unter den Maßnahmen befindet sich zum Beispiel die inhaltliche Vergrößerung des Raumes zu Kurat Christian Frank sowie der Sequenz zu Gustav von Kahr oder die Präsentation neu erworbener Hinterglasbilder in der Sammlung von 2015.

Ein Vortrag der Historikerin Dr. Martina Steber zu Heimatforscher Kurat Christian Frank und dem Kaufbeurer Bezirksamtsmann Gustav von Kahr, den der Freundeskreis und das Museum 2015 veranstalteten, war Ursache für die Ergänzungen zur Dauerausstellung des Stadtmuseums.

Und auch die Umbenennung der Kurat-Frank-Straße in Heilig-Kreuz-Straße war die Folge des Vortrags. Inhalt des Vortrags waren Kurat Franks Engagement ini der Heimatschutzbewegung und seine seit den 1920er Jahren zunehmend von nationalsozialistischer Ideologie geprägte Gesinnung.

Im Ausstellungsraum zu Christian Frank wurde deshalb ein ergänzender Text angebracht. Ein Zitat aus der von Frank selbst publizierten Reihe 'Deutsche Gaue' bringt zudem seine gedankliche Nähe zum Nationalsozialismus deutlich zum Ausdruck.

Auch mehrere Begleittexte wurden in diesem Zug überarbeitet und ergänzt. Gustav von Kahr war Kaufbeurer Bezirksamtmann und späterer Ministerpräsident Bayerns. Die Ausstellungseinheit, die sich ihm widmet, wurde inhaltlich ergänzt.

Insbesondere die Hintergründe seiner Rolle im Hitlerputsch sowie die von ihm initiierte Politik der 'Ordnungszelle Bayern' werden erläutert. In von Kahrs Amtszeit entwickelte sich Bayern zum Sammelbecken für völkisch-nationale Gesinnungen, was dem späteren Nationalsozialismus den Weg bereiten sollte.

Auch in der Abteilung zu protestantischen Hinterglasbildern aus Kaufbeuren gibt es Neugikeiten. Hier wurde eine zusätzliche Stellwand eingebaut, auf der fortan eine komplette Serie der 'Vier Jahreszeiten' ausgestellt wird.

Die Serie, die dem Kaufbeurer Hinterglasmaler Johann Matthäus Bauhoff (1716-1788) zugeschrieben wird, konnte 2015 durch mehrere großzügige Spenden von Mitgliedern des Freundeskreises des Museums finanziert werden.

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Redaktion extra aus Kempten

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