Tiere
Die Angst vor Lotti schwimmt mit: Fast ein Jahr Suche nach Schildkröte im Oggenrieder Weiher

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Der Oggenrieder Weiher im Ostallgäu scheint ein Idyll zu sein: Kinder planschen in einem Becken, Erwachsene drehen ihre Runden im Wasser und rund um den See aalen sich die Besucher bei Eis oder kühlen Getränken in der Sonne.

Dennoch ist der Weiher bei Irsee etwas Besonderes: Vor fast einem Jahr wurde dort einem Jungen beim Baden die Achillessehne zwei Mal durchtrennt - mutmaßliche Ursache: Eine Geierschildkröte, die flugs "Lotti" getauft, aber nie gefunden wurde.

"Die Angst schwimmt mit", sagt deshalb eine Besucherin. Und Lotti ist am Ufer auch ein beliebtes Thema: Gibt es sie oder nicht? Die Spekulationen treiben aberwitzige Blüten und die Ansichten gehen so weit auseinander wie die Reaktionen darauf. Manche kommen gar nicht mehr zum Weiher: "Ich gehe da nicht mehr rein", sagt ein Bürger aus einer Nachbargemeinde, der lieber im Biergarten im Ort sitzt. Andere geben sich zwar auch skeptisch, steigen aber dennoch mit leicht wohligem Gruseln in den Weiher.

Der Hauptteil der Besucher aber scheint Lotti nicht ernst zu nehmen: Entweder wissen sie nichts von dem Ungeheuer von Oggenried oder sie scheren sich nicht darum. Und manche sehen es wie der Bürgermeister: Im Grunde sei das Tier für Menschen nicht gefährlich. Zudem wurde mit allen erdenklichen technischen Mitteln versucht, das Reptil zu fangen.

Sollte Lotti da gewesen sein, so habe sie entweder den Winter nicht überlebt oder sich über den abfließenden Bach in Richtung der Fischteiche aufgemacht. Dennoch hat Bürgermeister Andreas Lieb auch in diesem Jahr noch Maßnahmen zur Ergreifung seiner derzeit berühmtesten Mitbürgerin angeordnet. Erneut wurden Lebendfallen aufgebaut, das Ufer wird mit und ohne Hunde inspiziert. Daneben spüren auch private Lotti-Jäger dem Phantom hinterher. Doch die Schildkröte bleibt weg - die Masse der Badegäste zum Glück nicht, stellt Lieb fest.

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