Knochenmark-Transplantation
Der krebskranke Florian Scheid aus Denklingen (15) erhält eine Knochenmarkspende

'Liebe Grüße von Flori', schreibt Andreas Braunegger, Organisator der Aktion 'Flori will leben' in einer E-Mail an die Buchloer Zeitung. Dem krebskranken Buben aus Denklingen geht es den Umständen entsprechend gut – am Donnerstag hat er endlich seine lang ersehnte Knochenmarkspende erhalten.

Seit 1. November ist der 15-jährige Florian Scheid in der Haunerschen Kinderklinik in München untergebracht. 'Nach drei Tagen Ganzkörperbestrahlung, jeweils vormittags und nachmittags, wurde er vor genau einer Woche in sein ungefähr neun Quadratmeter großes, sogenanntes ,Laminar-air-flow’-Zimmer im HOP(e)-Center eingeschleust', informiert Braunegger.

'Dies wird sein Reich für die nächsten sechs bis acht Wochen sein.' Durch den beständigen Überdruck, der in diesem speziellen Zimmer herrscht, soll völlige Keimfreiheit gewährleistet werden. Nur mit Kittel, Mundschutz und desinfizierten Händen und Schuhen dürfen Floris Familie und engste Freunde sein 'Zelt' betreten.

Am Sonntag und Montag erhielt Flori mehrere Hochintensiv-Chemos und 'außerdem noch andauernd eine Behandlung mit Immunglobuline, die sein gesamtes Knochenmark zerstören', so Braunegger weiter. 'Ohne die rettende Transplantation könnte er jetzt nicht mehr überleben.'

Zuerst musste er sich drei bis vier Mal täglich von Kopf bis Fuß waschen, eincremen und umziehen, da die Chemotherapie, die über die Haut ausgeschieden wird, sehr aggressiv sei und zu Entzündungen und Infektionen der Haut führen könne.

'Vor der Transplantation hat er alle Medikamente recht gut vertragen, doch die zu erwartenden Nebenwirkungen, wie offene Schleimhäute in Mund und Rachen, Erschöpfung sowie Übelkeit, Appetitlosigkeit und Durchfall zeigten sich schon.' Trotz allem sei Flori gut gelaunt, kämpferisch und zuversichtlich diesem Donnerstag entgegengetreten.

Täglich stieg er auf sein Trimmrad, um seinen Kreislauf in Schwung zu halten und seine Muskeln zu trainieren. 'Schließlich will er im März nächsten Jahres noch auf die Piste zum Skifahren', weiß Andreas Braunegger. Florian fieberte dem Donnerstag entgegen, denn an diesem Tag konnte sein 'neues Leben' beginnen. Um die Mittagszeit erhielt er die lebensrettende Knochenmarktransplantation.

Zwei bis drei Wochen werde es nun dauern, bis die neuen und gesunden Stammzellen in seinem Knochenmark 'angewachsen' seien und dann beginnen, sich selbstständig zu vermehren und neue Zellen zu bilden. 'Diese Wochen werden ihm einiges an Kraft und Durchhaltevermögen abverlangen, aber er ist nach wie vor wild entschlossen, als Sieger dort durch die Tür zu marschieren', so Braunegger.

www.flori-will-leben.de

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