Internet
Denklingen - Vom weißen zum grauen Flecken

Auch wenn das geplante Glasfaserprojekt zum Bedauern Vieler noch nicht starten kann: Es tut sich trotzdem etwas in Sachen schnelles Internet in der Gemeinde Denklingen. Wie Bürgermeisterin Viktoria Horber und Geschäftsstellenleiter Hans Hartmann auf Nachfrage bestätigen, wird ein seit Jahren bestehender Mobilfunkmast des Betreibers Vodafone auf die Technologien UMTS und LTE umgerüstet (siehe Info-Kasten).

Mit UMTS wird vor allem der Internetempfang von Smartphones (Mobiltelefone mit Computerfunktionalität) besser werden. Mit LTE - dem Nachfolger von UMTS - soll, einfach formuliert, der Zugriff auf schnelles Internet via Funk möglich gemacht werden. Horber betrachtet die Neuigkeit nicht als Konkurrenz zum angestrebten Glasfaserprojekt: «Das ist nicht vergleichbar, mit Glasfaser hat man ja ganz andere, viel sicherere Übertragungsraten. LTE kann uns also nicht in die Quere kommen.» Man sehe die neue Technologie sogar eher als Vorteil: «Das verschafft uns mehr Zeit für das Glasfaservorhaben, weil wir dann wenigstens kein weißer Fleck mehr in Sachen Internet sind, sondern nur noch ein grauer.»

Geschäftsstellenleiter Hartmann ist ebenfalls aufgeschlossen: «Noch haben wir Glasfaser nicht, also kann man die Zeit mit dieser anderen Technik gut überbrücken, das ist auf jeden Fall von Vorteil für alle.» Allerdings sieht Hartmann ein Problem: «Das ist das Gleiche wie bei VDSL: Je mehr Leute es gleichzeitig nutzen und je weiter weg der Mast ist, umso schlechter ist der Empfang.» Langfristig sei LTE in Denklingen für große Datenmengen nicht ausreichend.

Für den Übergang sei die Umrüstung auf UMTS und LTE aber eine gute Sache, findet auch Gemeinderat Tobias Kettner. Der Denklinger arbeitet bei der Firma Hirschvogel und freut sich wie viele seiner Kollegen auf besseres Internet - auch auf dem Smartphone, wie er sagt. Ohnehin könne alles nur besser werden als bisher - mit nur 384 Kilobit pro Sekunde sei Denklingen tatsächlich bisher ein weißer Fleck in der Internetlandschaft.

Auf eine weitaus höhere Übertragungsrate würden sich sicher viele Denklinger und Dienhauser freuen, so Kettners Einschätzung. Für die Bürger der Gemeinde Fuchstal allerdings werde LTE wohl keinen riesigen Unterschied ausmachen, meint er: «Die haben ja jetzt schon eine viel bessere Verbindung als wir.»

Hartmann und Kettner betonen, dass die Umrüstung auf LTE nicht von der Firma Hirschvogel ausgehe. Der Mobilfunkmast der Firma Vodafone stehe nur in der Nähe zu Hirschvogel, aber auf eigenem Gelände - «und das seit über zehn Jahren, seit wir in Denklingen mit dem Handy telefonieren können», so Kettner. «Außerdem hat Hirschvogel ja einen eigenen Glasfaserhausanschluss», fügt Hartmann an.

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