Patrozinium
Bischof Dr. Konrad Zdarsa gestaltet die 200-Jahr-Feier in Maierhöfen mit

Ortspfarrer Werner Karl Badura sprach vom 'Höhepunkt des 200-jährigen Jubiläums', Bürgermeister Martin Schwarz davon, dass es nicht alltäglich sei, dass 'der Bischof eine so kleine Gemeinde besucht'. Doch das tat Bischof Dr. Konrad Zdarsa gestern und feierte mit der Pfarrgemeinde St. Gebhard nicht nur das Patrozinium, sondern auch den Abschluss des Jubiläumsjahres 2011.

In seiner Predigt erinnerte Zdarsa an die Beweggründe der Menschen vor zwei Jahrhunderten, die Pfarrgemeinde zu gründen und die Kirche zu bauen: 'Es ging ihnen um ein Leben aus dem Glauben heraus.' Dies sollte auch für die Menschen heute der Maßstab und alle Anstrengungen, Zeit und Geld wert sein. Es gehe nicht um die Möglichkeit, sich eine Stunde am Sonntag in der Kirche versammeln zu können. 'Es geht die ganze Woche hindurch um das Gotteslob, aber auch die Möglichkeit, Anliegen und Nöte vor Gott zu bringen', so der Bischof. Die Eucharistie stehe zwar im Zentrum, 'aber auch die Peripherie ist wichtig', so Zdarsa. Ein glaubwürdiges, christliches Leben wünsche sich Gott. Er lasse dem Menschen seinen freien Willen, wolle aber, 'dass jeder gerettet wird'.

Alles Streben nach Besitz und Einfluss in unserer Zeit mache den Menschen nicht in der Weise glücklich wie Gott es sich wünscht. Bedeutsamer seien daher die Geschenke von Gott. 'Das eigene Leben, Gesundheit, Liebe und Treue können wir uns nicht selbst geben. Niemand kann es sich kaufen', so der Bischof.

Mit rund 300 Gläubigen war die Pfarrkirche bis auf den letzten Platz gefüllt – ein Bild, auf das sich einer der Ministranten besonders gefreut habe, wie Pfarrer Badura erzählte. Und er berichtete auch, was ihm der Bischof während des Gloria zugeflüstert habe: 'Die singen sauber.' Denn musikalisch umrahmt wurde die Heilige Messe von der Chorgemeinschaft Westallgäu unter der Leitung von Thomas Godhoff, dem Bläserensemble Röthenbach sowie Martin Seitz an der Orgel mit der 'Missa antiqua'.

Für das abschließende 'Laudate dominum' dankten die Gottesdienstbesucher mit Applaus.

Die Nervosität im Vorfeld des Bischofbesuches räumte Pfarrer Badura ein – 'dabei hätte es die gar nicht gebraucht.' Denn: Die Maierhöfener erlebten einen Bischof, der auf die Menschen zuging. Das gute Miteinander von Kirchengemeinde und Kommunalpolitik stellte Bürgermeister Martin Schwarz heraus, der die Gemeinde dem Gast aus Augsburg vorstellte: 'Das Ibergzentrum haben wir gemeinsam umgebaut', erinnerte Schwarz. Er nannte aber auch einen 'Akzeptenzverlust von Politik und Kirche' auf oberer Ebene.

'Beide machen aus Sicht der Menschen wohl alles falsch', so der Bürgermeister – und: 'Wir an der Basis müssen das ertragen und Lösungen finden.'

Nach dem Gottesdienst zogen die Gemeindemitglieder ins Ibergzentrum. Dem gemeinsamen Mittagessen folgte Beisammensein im Rahmen des 'Gebhardsfestes', das die Gemeinde Maierhöfen zu Ehren ihres Namenspatrons seit vielen Jahren feiert.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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