Allgäu-Schwäbischer Musikbund
Bezirksblasorchester in Frage gestellt

Auch anlässlich der Bezirks-Generalversammlung des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes in Röthenbach wurde Bezirksleiter Roland Paulus nicht fündig: Wo 2013 das Bezirksmusikfest stattfindet, ist somit weiterhin offen. Angesichts der sich erfahrungsgemäß über mehrere Jahre hinziehenden Vorbereitungen sei Eile geboten, so Paulus. Angefragt sind die Musikkapellen in Unterreitnau und Niederstaufen, die in drei Jahren 190 beziehungsweise 185 Jahre alt werden.

Definitive Absagen hat Paulus schon von den Kapellen in Ebratshofen («zu groß für den 300 Einwohner zählenden Ort») und Weißensberg («kein Festplatz mehr vorhanden») erhalten. 2011 findet das Bezirksmusikfest in Röthenbach, 2012 in Gestratz statt. Dort handelt es sich zugleich um die Jubiläumsauflage: Bereits zum 50. Mal feiert der Bezirk 7 des ASM sein Musikfest.

Anlässlich der Generalversammlung gab es aber nicht nur den Blick nach vorn, sondern auch zurück: Der Vorsitzende der Musikkapelle Opfenbach, Xaver Schneider, ließ das Bezirksmusikfest in seiner Gemeinde im Juli dieses Jahres Revue passieren.

Zwar habe es zum Auftakt Kritik an den wenigen Sitzplätzen beim Konzert der Spider Murphy Gang gegeben, und die Stimmung am Samstagabend habe unter dem gleichzeitig ausgetragenen «kleinen Finale» bei der Fußball-Weltmeisterschaft gelitten, insgesamt sei das Fest aber ein großer Erfolg gewesen: «Der Sonntag war einfach nur schön», so Schneider. Finanziell sei die Kapelle mit dem Fest «sehr zufrieden». Auch gab es keinerlei Beschwerden von Anliegern oder seitens der Polizei.

Auch Bezirksdirigent Ernst Müller blickte auf das große Fest zurück und konnte sich Kritik nicht verkneifen: «Schade, dass wir beim Gesamtchor nicht in der Lage waren, einen Traditionsmarsch gemeinsam zu spielen». Auch das Bezirksblasorchester sieht er kritisch. Es hatte sich in den letzten vier Jahren zusammengefunden.

2010 hatten sich 80 Musiker aus 19 Kapellen für ein Doppelkonzert in Wasserburg angemeldet. «Doch teilweise waren nur 45 Musiker bei den Proben», klagte Müller. Nun sollen die Dirigenten des Bezirks auf ihrer Tagung im Januar klären, ob es das Projektorchester in Zukunft noch geben soll. Insgesamt mahnte Müller: «Es reicht nicht, dass wir uns im Bezirk auf die Schultern klopfen».

Bezirksleiter Roland Paulus stellte die Gründung des Bezirksseniorenorchesters im Juni heraus. Den Musikschulen dankte er für die gute Zusammenarbeit. Bezirksjugendleiterin Silke Stohr berichtete von einem leichten Rückgang bei den D1-Prüflingen.

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