Etat
Aufkirch: Ein Haushalt ohne Fragezeichen

Keine Gegenstimme, keine Diskussion: Reine Formsache war die Verabschiedung des diesjährigen Kaltentaler Haushalts. Mit einem Gesamtvolumen von rund 2,6 Millionen Euro hält der Etat der rund 1600 Einwohner großen Marktgemeinde keine Überraschungen bereit.

Der Investitionsschwerpunkt 2012 – das Neubaugebiet 'Goldberg-Ost' am Rande von Aufkirch – kann ohne Neuverschuldung realisiert werden. Das neue Schmuckstück der Gemeinde, der für einen symbolischen Euro vom Freistaat übernommene, mittelalterliche Römerturm, muss noch bis zum nächsten Frühjahr warten.

Geld kosten kann das Projekt aber schon in diesem Jahr: Weil das hohe Bauwerk für die Sanierung der Turmaußenseiten und das neue Dach komplett eingerüstet werden muss, überlegt man die Anschaffung eines 65 000 Euro teuren Gerüstes. Die Mietpreise, betonte Bürgermeister Manfred Hauser, liegen noch höher – bei etwa 80 000 Euro. Der entsprechende Gemeinderatsbeschluss zum Kauf des Gerüsts steht allerdings noch aus.

Hilfe im Notfall

Richtig Geld in die Hand nimmt der Markt Kaltental auch für die Einrichtung eines 'First Responder'-Stützpunktes (wir berichteten). Die Ersthelfer sollen im Notfall schneller vor Ort sein als Notarzt und Rettungswagen und die Rettungsprofis bei ihrer Arbeit unterstützen. Für die Ausrüstung (Fahrzeug und Gerätschaften) sind im Etat rund 56 000 Euro eingeplant. Etwa die gleiche Summe ist für den Kauf von Grundstücken im Baugebiet Frankenhofen-Nord vorgesehen. Der größte Einzelposten im Vermögenshaushalt bleibt mit 212 000 Euro (Grunderwerb und Planungskosten) aber das zweite Kaltentaler Neubaugebiet, 'Goldberg-Ost', das acht Baugrundstücke bereithalten wird.

'Noch moderat' fällt die Erhöhung der Kreisumlage nach Einschätzung von VG-Kämmerer Christian Fischer aus: Knapp 490 000 Euro sind heuer an die Kreiskasse zu überweisen. Härter trifft die Kaltentaler da schon der Rückgang der Schlüsselzuweisungen.

Die steigende Steuerkraft der Kommune (Einkommenssteuer-Plus: 52 000 Euro auf insgesamt 600 000 Euro) lässt diesen Einnahmeposten um rund 56 000 Euro auf 307 000 Euro schrumpfen. Ob der von Fischer prognostizierte Rückgang bei den Gewerbesteuereinnahmen von 180 000 Euro auf 160 000 Euro tatsächlich eintritt, ist derzeit noch offen. Hier sind seiner Einschätzung nach 'Abweichungen nach oben und nach unten immer drin'.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen