Kliniken
«Auf nächster Etappe zum Ziel»

Das Kommunalunternehmen Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren war auf dem Weg zur Sanierung eigentlich schon weiter. Doch dann habe man «zwei Rückschläge erlitten.» So bewertete Landrat Johann Fleschhut als stellvertretender Verwaltungsratsvorsitzender des KU bei der Kreistagssitzung in Irsee die Vorstandswechsel. Nun müsse die «nächste Etappe zum Erfolg führen», ging er auf anstehenden Entscheidungen ein.

Er habe kritisch überlegt, ob es Fehler bei den Personalentscheidungen gab, sagte Fleschhut. Doch als man im August 2009 einen neuen Vorstand einstellte, habe man die fachliche Unterstützung einer Beratungsfirma gehabt, schriftliche, überprüfte Referenzen lagen vor. «Es gab im August 2009 keinen Grund den Vorstand nicht anzustellen», so Fleschhut: «Die Probleme mit dem neuen Vorstand waren nicht absehbar.» Diese führten letztlich im August zur Freisetzung des Vorstandes und dürften einen Rechtsstreit um eine Abfindung nach sich ziehen.

Der Landrat sagte, nun setze man auf bekannte Kräfte. Vorstandsvorsitzender Ludwig Lederle und sein Stellvertreter Dr. Joachim Klasen würden «äußerst engagiert» arbeiten und sich für eine Verringerung des Defizits einsetzen. Die Mitarbeiter in den Häusern leisteten zudem eine «hervorragende Arbeit, trotz einer unsicheren Situation».

Gleichzeitig suche man einen Sanierungsberater, mit der Prämisse, alle fünf Standorte zu erhalten. «Das Jahr 2011 wird den entscheidenden Umschwung bringen müssen.» Dabei werden «alle gefordert sein für die Umsetzung neuer Strukturen. Solidarität ist nötig», appellierte er an die Kreisräte und die Gemeinden. Die fünf Standorte könnten nur überleben, wenn dies wirtschaftlich vertretbar sei. Er kündigte an, dass sich auch der Kreistag 2011 «intensiv mit der Krankenhausstruktur auseinandersetzt».

Auch CSU hält strukturelle Veränderungen für nötig

«Ohne organisatorische und strukturelle Veränderungen kommen wir in den Kliniken nicht voran», unterstützte auch CSU-Fraktionssprecher Lars Leveringhaus die Aussagen Fleschhuts. Leveringhaus rief dazu auf, erst nach Vorlage konkreter Konzepte zu diskutieren. Man könne nicht sagen, «wir bauen dort Stellen ab oder machen pauschal ein Haus zu» - mit nötigen «Massenentlassungen». Das Mitte 2010 vorgelegte Klinikgutachten verriss Leveringhaus: Die Expertise tat zwar niemandem weh, habe aber auch nicht funktionieren können.

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