Protest
Anwohner kritisieren Bauvorhaben einer Maschinenhalle in Baisweil

Der geplante Neubau einer Maschinenhalle in Baisweil bringt die Bürger auf die Barrikaden. Sie befürchten durch die 'gigantische Maschinenhalle eine Beeinträchtigung des Ortsbildes sowie einen Verlust der Lebensqualität', schreibt eine Gruppe von Anwohnern an das Landratsamt Ostallgäu.

Das Vorhaben ist innerorts in Baisweil geplant und soll eine Größe von knapp 42 mal 20 Metern bei einer Höhe von über zehn Metern haben. Der Bauherr hat den Antrag im Gemeinderat eingereicht, der auch sein Einvernehmen erteilte, bestätigt Bürgermeister Thomas Steinhauser.

Das Gremium hatte keine Bedenken, da das Bauwerk des Landwirts an einem Platz entstehen soll, der im Flächennutzungsplan als 'gemischte Baufläche' eingetragen und der Plan gemäß der Bayerischen Bauordnung sei, erläutert der Bürgermeister weiter.

Allerdings sei der Bauherr darauf aufmerksam gemacht worden, dass er keine Unterschriften der Nachbarn eingeholt habe. Diese wiederum wandten sich an den Bürgermeister, der ein Gespräch mit dem Bauherrn empfahl.

Der Antrag mit dem gemeindlichen Einvernehmen sei aber an die Genehmigungsbehörde im Landratsamt geschickt worden, so Steinhauser. An diese schrieben danach die Anwohner: Die Nachbarn müssten in Zukunft auf eine große Wand schauen, im Schatten und ohne Sonne sowie mit mehr Krach leben.

'Wir protestieren gegen Umfang und Form des Bauvorhabens und erklären, dass die Bebauung in der geplanten Größenordnung ökonomisch und infrastrukturell nicht zu rechtfertigen ist.'

Im Landratsamt in Marktoberdorf ist der Brief zur Kenntnis genommen worden. Doch entschieden sei noch nichts: 'Wir stehen erst vor der Genehmigung', erklärt Gudrun Hummel, Abteilungsleiterin für Bauen und Umwelt. Dafür müsse der Antrag noch geprüft werden. Da das Projekt innerorts sei und kein Bebauungsplan dagegen spreche, sei das Hauptkriterium die Einhaltung der Abstandsflächen.

'Wir werden deshalb Anfang April eine Ortsbesichtigung machen, zu der auch die Anwohner eingeladen sind', so Hummel.

Dafür soll der Bauherr ein Stangengerüst aufbauen lassen, damit sich die Beobachter einen räumlichen Überblick von der geplanten Dimension des Projektes machen können, kündigt die Regierungsdirektorin an. Sollte das Vorhaben dabei einen 'Einmauerungseffekt' für die Nachbarn ergeben, könnte das Landratsamt seine Genehmigung verweigern: 'Dann gilt ein Gebot der Rücksichtnahme', meint Hummel.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen