Forderungen
600 Unterschriften für Umgehungsstraße - Pforzener Initiative zur Diskussion

Mit über 600 Unterschriften und einem Katalog mit unterschiedlichen Forderungen machten sich Vertreter der Interessengemeinschaft «Pro Umgehungsstraße Pforzen» auf den Weg zu Landrat Johann Fleschhut. Und dieser stellte gleich zu Beginn des Gesprächs die unbestrittene Notwendigkeit der Pforzener Umgehung fest.

Günther Kreit von der Interessengemeinschaft erläuterte die Forderungen an die politisch Verantwortlichen im Ostallgäu. Da das Hauptziel, die Umgehungsstraße, nicht kurzfristig erreichbar sei, sei der Wunsch der Anwohner eine rasch realisierbare Erleichterung. Gegen die Lärmbelastung sollen dabei ein Flüsterasphalt und eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometer helfen.

Fleschhut griff zunächst das Thema Umgehungsstraße auf. Derzeit werde neben der im Flächennutzungsplan der Gemeinde Pforzen skizzierten Nordumfahrung auch eine südliche Umgehung geprüft. Dies stehe im Zusammenhang mit einem Projekt der Stadt Kaufbeuren, dem Bau einer Ersatzbrücke für die baufällige Brücke an der Josefsthaler Straße. Für dieses Gutachten gebe es derzeit auch Verkehrszählungen, berichtete Verwaltungsdirektor Wolfgang Kühnl.

Fleschhut betonte, eine solche Trasse werde nur gebaut, wenn damit für Pforzen auch tatsächlich eine Entlastung erreicht werde. Der Landrat erklärte, dass in erster Linie Grundstücksfragen frühzeitig geklärt sein müssten. Bürgermeister Hermann Heiß sicherte zu, dass die Gemeinde alle Möglichkeiten nutze, um an relevante Grundstücke zu kommen. Man benötige aber auch die Unterstützung des Landkreises - in den Fällen, in denen die Gemeinde selbst an ihre Grenzen stoße.

Im Zentrum der Diskussion stand die Finanzierung: Die Spielräume seien eng, meinte Fleschhut. Er verwies darauf, dass nach wie vor der Bund Straßenbaulastträger sei und eine Realisierung durch den Landkreis nur mittels hoher Fördermittel möglich wäre.

Kühnl hob die Funktion einer Ortsumgehung Pforzens als Verbindung zweier Bundesstraßen hervor und sah dabei gute Aussichten, in der Fortschreibung des Bundesverkehrswegplans eine besondere Dringlichkeit für diese Trasse zu erreichen.

Gefahren geschildert

Mit Schilderungen von Gefahrensituationen und Lärmeinflüssen drängten Helmut Leonhart und Martin Schafnitzel nochmals auf kurzfristige Maßnahmen. Fleschhut sicherte zu, alle Vorschläge mit einer «positiven Grundeinstellung» zu prüfen. Kühnl versprach zudem, durch Warnbaken und Markierungen die Situation verbessern zu lassen. (az)

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