Brauchtum
20 C M B 11

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Ab heute sind sie wieder unterwegs: Von Tür zu Tür ziehen Caspar, Melchior und Balthasar - und sammeln dabei für Kinder in Not, aber auch Projekte in den eigenen Kirchengemeinden. In den Gewändern dieser Heiligen Drei Könige stecken Kinder aus dem Ort, zumeist Ministranten. Mit einer Gruppe aus Maierhöfen hat sich unser Mitarbeiter Olaf Winkler unterhalten und dabei auch erfahren, warum es in diesem Jahr möglicherweise weniger Spendengelder gibt.

«Hautfarbe spielt keine Rolle»

Magnus Wille (12) ist jener der drei Heiligen, der sofort ins Auge fällt. Denn sein Gesicht ist schwarz geschminkt. «Ich bin das Symbol dafür, dass alle Nationen das Jesus-Kind besuchen. Die Hautfarbe spielt da keine Rolle», weiß Magnus. Er übernimmt auch die Rolle, das Haus mit Weihrauch zu segnen. Bereits zum dritten Mal ist Magnus als Sternsinger aktiv, was ihm auch viel Spaß macht.

Zum achten und letzten Mal schlüpft Moritz Holzer (16) in die Rolle des Balthasar. Er hat eine besondere Aufgabe: «Ich schreibe die Zeichen an die Haustür». «20 * C + M + B * 11» steht deshalb bald an vielen Häusern zu lesen. Dass 20 und 11 für die Jahreszahl steht, weiß wohl Jedermann. Aber um die drei Buchstaben gibt es immer mal wieder Verwirrung.

Mancher nimmt an, es seien die Anfangsbuchstaben der drei Königsnamen. Doch Moritz weiß es besser: «Das steht für Jesus segne dieses Haus», wobei es sich um die Abkürzung des lateinischen «Christus mansionem benedicat» handelt. Moritz vermutet, dass er und seine Gruppe in diesem Jahr vor einigen geschlossenen Türen mehr als zuletzt stehen werden: «Viele sind schon wieder beim Arbeiten». Das sei nun einmal so, wenn die Sammeltage auf Wochentage fallen. «Insbesondere alte Menschen freuen sich, wenn wir kommen», weiß Moritz.

Überbringer der Krone ist Melchior, den in der Maierhöfer Gruppe der 14-jährige Jakob Mayer spielt. Er hat eine wichtige Funktion, denn er trägt die Kasse. «Wir sammeln für Kinderhilfsorganisationen und arme Kinder in Afrika», berichtet er. Ein Drittel des gesammelten Geldes bleibt in der Pfarrei.

Und weil es während der nächsten Tagen nicht nur Geld, sondern auch einen Stern, Taschen und letztlich auch einige Süßigkeiten zu tragen gibt, sind die Heiligen Drei Könige meist zu fünft oder sechst unterwegs. Jonathan Mayer (10) und Tobias Mayer (8) sowie Alexander Würtenberger (14) vervollständigen daher die Gruppe in Maierhöfen. Tobias ist bereits zum zweiten Mal als Sternsinger dabei und trägt auch die Kohlen für das Weihrauch-Fass. Und Jonathan ist der Sternträger: «Ich gehe den Königen voran und zeige ihnen den Weg.»

Alle fünf gemeinsam tragen auch Verse und ein Lied («Zu Bethlehem geboren») vor. Damit verkünden sie die Botschaft von der Geburt Jesu Christi und erbitten eine Gabe. Das Geld dürfen die Kinder nur als Spenden annehmen und nichts für sich behalten. Umso mehr freuen sie sich, wenn es ein paar Süßigkeiten gibt. «Am letzten Tag teilen wir die dann auf», erzählt Alexander.

 

Alex Würtenberger

 

Tobias Mayer

 

Jakob Mayer

 

Moritz Holzer

 

Magnus Wille

 

Jonathan Mayer

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