Feuerwehr
1836 Einsätze und 27 Gerettete

Einige Großbrände, viel Hochwasser, insgesamt 1836 Alarmierungen - so lautet die Jahresbilanz 2010 der Feuerwehren im Landkreis Lindau. «Bei einem Betrieb würde man sagen: Die Auftragsbücher sind voll», meinte Kreisbrandrat Friedhold Schneider (Oberreute) bei der Jahreshauptversammlung des Feuerwehrkreisverbandes Lindau in der Festhalle in Stiefenhofen. Nahezu alle Bürgermeister des Landkreises waren dazu erschienen, einschließlich Oberbürgermeisterin Petra Seidl aus Lindau.

153-mal wurden die Feuerwehren zu Bränden gerufen. Der angelegte Schaummittelbestand von 20000 Litern hat sich besonders beim Großbrand in Niederstaufen bewährt. Bei den technischen Hilfeleistungen verschiedenster Art, darunter auch Tierrettungen, bereitete vor allem das Hochwasser mit allein rund 250 Einsätzen viel Arbeit. Bei allen Aktionen war die Begrenzung des Schadens einer der wichtigsten Aufgaben der Feuerwehren. «Leben und Tod standen sich dabei oft sehr nah», unterstrich Schneider. Die Notfallseelsorge für die Helfer sei danach unabdingbar. Bei den Hochwassereinsätzen habe es sich gezeigt, dass in den Orten noch mehr Sandsäcke gelagert werden sollten. «Die von der Volks- und Raiffeisenbank gesponserte Sandsackabfüllanlage leiste hierzu gute Dienste» , erklärte Schneider.

Sehr erfreulich ist die Zunahme der Nachwuchswehrler. Dies kam deutlich beim Bericht von Jugendwart Carsten Dominik Traenkle (Wasserburg) zum Ausdruck. «Insgesamt sind bei den 20 Jugendfeuerwehren im Landkreis 167 Jugendliche - das sind so viel wie noch nie. Darunter sind auch 19 Mädchen. Somit haben wir keine Nachwuchssorgen», schilderte Traenkle. Mit Begeisterung seien die Jugendlichen beim Wissenstest und den Prüfungen zum Jugendleistungsabzeichen dabei. «120 von 167 haben schon bei den Lehrgängen mitgemacht.»

Kreisbrandmeister Franz Endres (Lindenberg) berichtete von den Truppmann- und Truppführerausbildungen. 86 Truppmann-, 28 Truppführer aus dem Landkreis wurden bei den Wehren in Röthenbach, Weiler, Weißensberg und Stiefenhofen geprüft. Kreisbrandmeister Christian Buhmann (Lindenberg) erinnerte an den viertägigen Atemschutzlehrgang in der Übungsstrecke, den 24 Teilnehmer absolviert haben.

« Es war der 93. Lehrgang, der seit Bestehen der Atemschutzstrecke in Lindenberg abgehalten wurde», sagte Buhmann. Maschinisten-Ausbilder Martin Stempfle (Lindau) hat 18 Teilnehmer verzeichnet. Kreisbrandmeister Ulrich Boch (Scheideg) hob die gute Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz und dem THW hervor, was seit der Einführung der Integrierten Leitstelle in Kempten den Funk angeht.

Schiedsrichter Obmann Jürgen Milz (Heimenkirch) gab bekannt, dass 207 Teilnehmer die Leistungsprüfungen der Löschgruppe und der technischen Hilfeleistunge mit Erfolg abgelegt haben. Neue Schiedsrichter sind Bruno Kneppler ( Stiefenhofen) und Franz Sinz (Scheidegg) nach erfolgreichem Lehrgang an der Feuerwehrschule.

 

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