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150 Jahre V-Markt

1865 – Kaufbeurens bekannter Sohn, der beliebte bayerische Dichter und Schriftsteller, Ludwig Ganghofer, war gerade zehn Jahre alt. In der Landeshauptstadt München residierte Märchenkönig Ludwig II. und in der Hinteren Gasse im beschaulichen Kaufbeuren, im bayerischen Voralpenland, eröffnete Joseph Kaes seine 'Spezerei- und Landesproduktenhandlung'.

Der Handel mit Zucker, Tabak, Hülsenfrüchten und dem gefragten Kaffee- Ersatzprodukt Zichorie lief erfreulich vital. An diese zarten Anfänge des heute so erfolgreichen Unternehmens erinnern noch alte Aufzeichnungen – unter ihnen die Eröffnungsanzeige – oder auch das mit großer Genauigkeit geführte Einnahmen- und Ausgabenbuch.

Nach dem Tod ihres Mannes 1868, lenkte Babette Kaes viele Jahre die Geschicke des Lebensmittelgeschäfts. Mit Eifer, Fleiß und großem Geschäftssinn etablierte sie ihren Handel in Kaufbeuren und über die Stadtgrenzen hinaus. Babette Kaes folgte ihr Sohn, Kaufmann Georg Jos. Kaes nach, der das Handelshaus gemeinsam mit seiner Gattin Maria Kaes, geborene Baptist, übernahm und auch durch die Unbilden des Ersten Weltkrieges kontinuierlich weiterführte.

Mit Beginn des Jahres 1921 betritt mit dem Neffen Richard Hermann die dritte Generation im Familienunternehmen Kaes die unternehmerische Handelsbühne. Im Todesjahr des letzten bayerischen Monarchen und des Heimatschriftstellers Ludwig Thoma, wagt Richard Hermann den Vorstoß des Unternehmens in deutlich größere kaufmännische Dimensionen. Diesem Aufstieg vorangegangen waren die schweren Jahre der Inflation.

Nun aber erweiterte der neue Chef das Unternehmen signifikant und wagte gar die zu dieser Zeit noch überaus ungewöhnliche Anschaffung des ersten eigenen Lastkraftwagens. Der war damals übrigens erst der zweite seiner Art in ganz Kaufbeuren und dem Umland.

Seit dem Jahr 1960 zeichnet Helmut Hermann als geschäftsführender Gesellschafter für die Fortentwicklung des Unternehmens verantwortlich. Unter seiner Leitung verlagerte der einstige Großhandelsbetrieb nun seine unternehmerischen Prioritäten auf den Einzelhandel. Der erste V-Markt eröffnete am 6. September 1967 in Kaufbeuren.

Helmut Hermann gelang es zusammen mit der tatkräftigen Unterstützung seiner Gattin Christl das Familienunternehmen auszubauen und das Sortiment erheblich zu erweitern.

Seit 1980 ist der Sohn von Christl und Helmut Hermann, Horst Hermann, im Unternehmen V-Markt tätig und führt gemeinsam mit seinem Vater die lange und beispielhafte Erfolgsgeschichte fort. Auf seine Initiative wurden die Geschäftsbereiche mit firmeneigenen Bauund Heimwerkermärkten, Waschstraßen und Tankstellen weiter vergrößert.

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