Umbau
138.000 Euro für neue Kinderkrippe in Stiefenhofen

Im Oktober hat der Stiefenhofener Gemeinderat beschlossen, die bislang von einem Verein getragene Spielgruppe ab Herbst 2013 in eine Kinderkrippe umzuwandeln, für die die Gemeinde die Trägerschaft übernimmt. Jetzt stellten Planer Rainer Boch und Spielgruppen-Leiterin Gerlinde King die zwischenzeitlich erarbeiteten Umbau-Pläne im Ratsgremium vor. Damit verbunden war eine erste Kostenschätzung: Rund 138.000 Euro kostet demnach die Umgestaltung des Innen- und Außenbereichs. Die Gemeinde kann mit einer Förderquote zwischen 60 und 80 Prozent rechnen.

Ergänzend zum Kindergarten mit seinen zwei Gruppen für Kinder ab drei Jahren soll es ab Herbst 2013 auch eine Kinderkrippe für Kinder ab einem Jahr geben. Das stellt besondere Anforderungen an die Räumlichkeiten. Speziell auf Kleinkinder abgestimmte sanitäre Einrichtungen sind ebenso vorgesehen wie ein Ruheraum, in dem die Kinder schlafen können.

Dazu wird die bestehende Spielgruppe, wie im Oktober beschlossen, um die benachbarte und bereits leer stehende Wohnung erweitert. Hier, so Planer Boch, sind nur wenige Umbauarbeiten notwendig: Eine Tür und ein Fenster können zugemauert werden, der Einbau einer Schallschutzdecke ist vorgesehen.

Damit schlafende Kinder nicht durch Lärm vom Außenspielgelände gestört werden, ist der Einbau einer Be- und Entlüftung vorgesehen, damit diese auch ohne das Öffnen des Fensters erfolgen kann. Hinzu kommen neue Heizkörper und Fußböden sowie die Malerarbeiten. Insgesamt rechnet Boch mit Kosten von rund 53.000 Euro im Innenbereich.

Vor allem die Überdachungen für den Außenbereich treiben die Gesamtkosten nach oben. Rund 48.000 Euro hat Boch hierfür bislang angesetzt. Die Überdachung sei wichtig, um das Spielen der Kleinkinder im Freien auch bei UV-Belastung zu ermöglichen, so Bürgermeister Anton Wolf.

Die Kosten und die Ausführung löste im Gemeinderat Diskussionen aus. Georg King regte an, die Überdachung nicht zu klein zu bauen, damit auch außerhalb des Sandkastens gespielt werden kann.

Einig waren sich die Gemeinderäte, dass die zunächst vorgesehene Verwendung von Glas nicht praktikabel ist. Nun ist an die Verwendung von Stahl und Holz gedacht. Zusammen mit den Planungs- und Baubetreuungs-Kosten rechnet Boch mit Gesamtkosten von rund 138.000 Euro.

Albert Lacher fragte, ob die vorgesehenen zwölf Betreuungsplätze ausreichen. Landesweit werde mit 30 Prozent eines Jahrgangs gerechnet, die ein solches Angebot wahrnehmen, so Bürgermeister Wolf.

Auch in Stiefenhofen werde vermehrt danach gefragt. Dennoch sei bei 20 Geburten jährlich das Angebot 'nicht üppig, aber wohl ausreichend'. Bei Bedarf könne der Kindergarten die älteren Kinder übernehmen, antwortete Wolf auf eine entsprechende Frage von Hubert Lerpscher.

Am Ende beauftragten die Gemeinderäte den Planer, die dem Förderantrag zugrunde liegenden Unterlagen bis spätestens April fertig zu stellen.

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