Haushalt
135000 Euro für den Hochwasserschutz

Bürgermeister Johannes Buhmann mahnte «Wir sollten nicht abheben», denn: der Gemeinde Gestratz geht es finanziell deutlich besser, als noch vor Jahresfrist erwartet wurde. War 2009 mit keiner Rücklagenzuführung gerechnet worden, blieben am Ende doch 85000 Euro übrig.

So stehen derzeit den Schulden in Höhe von 96000 Euro Rücklagen von insgesamt 608000 Euro gegenüber. Doch im neuen Haushaltsjahr 2011 werden sie fast um die Hälfte reduziert: 345000 Euro investiert die Gemeinde, einen großen Teil davon für den Hochwasserschutz. 283000 Euro davon kommen aus den Rücklagen.

Zahlreiche Projekte sieht Buhmann in den nächsten Jahren auf die Gemeinde zukommen, vornan die Sanierung von Gemeindestraßen und die Anschaffung neuer Fahrzeuge. Angesichts einer momentanen Pro-Kopf-Verschuldung von rund 70 Euro und günstiger Konditionen auf dem Kapitalmarkt hinterfragte Herbert Hörburger, ob nicht jetzt schon der Zeitpunkt gekommen sei, notwendige Investitionen im Straßenbau und beim Fuhrpark zu tätigen, auch wenn damit neue Schulden verbunden seien: «So billig wie jetzt bekommen wir das Geld in Zukunft sicher nicht mehr». Diesen Überlegungen schloss sich aber keiner seiner Ratskollegen an.

Energetische Sanierung

Sehr wohl aber gab es Hinweise, wie die Rücklagen verwendet werden könnten. Hermann Rasch regte ein Energiekonzept für alle Immobilien der Gemeinde an. Der Haushalt 2011 sieht lediglich eine energetische Sanierung des Kindergartens vor. Die sei auch dringend notwendig, stellte Gebhard Baur fest: «Da haben wir in den letzten Jahren zum Dachboden raus geheizt». 30000 Euro will die Gemeinde im kommenden Jahr für einen Vollwärmeschutz ausgeben.

Größter Ausgabeposten ist der Hochwasserschutz in der Dorfmitte. Hier muss die Gemeinde im kommenden Jahr rund 135000 Euro ausgeben. Das ist deutlich weniger als zunächst erwartet, denn inklusive der neuen Brücke über den Kaplaneibach hatte die Gemeinde vor einem Jahr noch mit Kosten von 196000 Euro gerechnet. Da außerdem 40000 Euro durch das gemeinsame Theaterspiel erwirtschaftet wurden, ist der Haushalt letztlich nur mit rund 96000 Euro belastet.

«Miteinander versetzen wir Berge», stellte Buhmann fest, der zugleich aber auch das Wasserwirtschaftsamt für die Bauplanung lobte.

Der Einbruch der Gewerbesteuer-Einnahmen 2009 hat jetzt auch etwas Gutes: Da jenes Jahr Grundlage für die Berechnung der Kreisumlage ist, sinkt sie 2011 um 30000 Euro. Zugleich rechnet die Gemeinde 2011 mit einem Plus bei der Gewerbesteuer um 20000 Euro auf 90000 Euro. «Insgesamt dürfen wir uns über den Haushalt freuen», so Buhmann.

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