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Sanierung
Bauratgeber Kaufbeuren

Der Wunsch nach einem Eigenheim ist bei den Meisten groß. Zum einen möchte man sich in den eigenen vier Wänden gerne nach Lust und Laune austoben, die Sicherheit einer eigenen Immobilie genießen und natürlich auch für das Alter vorsorgen – denn mietfrei wohnen im Alter ist ein wichtiger Baustein der Altersvorsorge. Selbst ein Haus bauen ist meist eine der ersten Überlegungen, aber oft gibt es keinen entsprechenden Bauplatz, die Bauzeit ist vielen zu lang oder auch schlichtweg die Arbeit und der Aufwand zu viel. Schnell wird über andere Alternativen überlegt, wie zum Beispiel den Kauf eines bestehenden Gebäudes.

Da für einen Neubau oder ein sehr junges Haus meist große Kosten zu stemmen sind, gerade in der aktuellen Immobilien-Phase, kommt für viele nur der Kauf eines etwas älteren Objektes in Frage. Doch hier muss genauer hingeschaut werden, denn ein Haus, das vor 40 oder 50 Jahren gebaut wurde, entspricht meist nicht den heutigen Standards und Sanierungen könnten gegebenenfalls relativ teuer werden.
Etwa zwei Drittel der Wohngebäude in Bayern sind älter als 30 Jahre und viele davon wurden in den vergangenen Jahren nicht umfassend modernisiert. Besonders bei der energetischen Ausstattung weisen diese Häuser oft Schwachstellen auf. Eine Modernisierung kostet meist Einiges, aber sie erhöht nicht nur den Wohnkomfort, auch die Energiekosten können so langfristig deutlich reduziert werden. Zudem unterstützt der Staat energetische Modernisierungen mit verbilligten Krediten und Zuschüssen.

Wie jedes Zeitalter seine ganz eigenen Trends hat, so gibt es auch baulich in den unterschiedlichen Phasen des vergangenen Jahrhunderts typische Eigenheiten. So wurde zum Beispiel in der Zeit des Baubooms der 60er und 70er-Jahre vor allem Beton als Baustoff immer bedeutender. Wohngebäude, die heute etwa 40 Jahre alt sind, wurden aber meist mit einem sehr geringen Wärmeschutz an Dach und Außenwänden errichtet. Auch ungedämmte Fensterrahmen aus Metall waren damals üblich und können zu Problemen mit Kondenswasser führen. Auch eine Verglasung, wie sie bei den meisten Neubauten heutzutage Standard ist, sucht man bei diesen Häusern vergeblich. Ebenso ist die Heizanlage nicht so effizient, wie bei aktuellen Bauten.

In den 1960er Jahren wurden bei Häusern ebenfalls unzureichende Dachdämmung und ein mangelhafter Wärmeschutz an den Außenwänden angebracht. Fenster und Außentüren verfügen zudem in der Regel auch nicht über einen ausreichenden Schallschutz – gleiches Problem gilt oft auch für die Innenwände. Kessel und Brenner der Heizanlage sind ebenso veraltet wie Warmwasserbereiter und die Sanitärinstallationen bedarfen einer Prüfung und häufig einer Reparatur.

Die unmittelbare Nachkriegszeit stand im Zeichen des schnellen Wiederaufbaus und daher wurde in den 1950er Jahren jeder Baustoff eingesetzt, der gefunden wurde, wie zum Beispiel Ziegelsplitt, der mit einfachem Beton für den Wandbau genutzt wurde. Eine gute Kelleraußenwandabdichtung oder komfortable Heizungs- und Sanitärausstattungen spielten ebenso wenig eine Rolle wie Schall- und Wärmeschutz. Die Dachdeckung ist oft marode und Holzteile sind nicht selten von Schädlingen befallen. Mit veralteten Elektroinstallationen sowie Schwachstellen am Putz muss genauso gerechnet werden wie mit einem Austausch von Leitungen und Sicherungen.

Wer ein älteres Haus kaufen möchte, sollte das Objekt auf jeden Fall auf alle Schwachstellen prüfen. Damit einem nichts entgeht, ist es ratsam dafür einen Profi zu beauftragen. Er erkennt die Problemzonen des Hauses nicht nur sofort, er kann auch eine grobe Schätzung abgeben, mit welchen zusätzlichen Kosten der Käufer für die Sanierungen rechnen müsste. Ziehen Sie unbedingt auch einen Experten hinzu, der Ihnen aufzeigt, für welche Arbeiten es welche Zuschüsse geben könnte. Erst wenn Sie alle Faktoren genau kennen, können Sie sich für oder gegen die Immobilie entscheiden – nicht dass nach dem Kauf böse Überraschungen auf Sie warten.

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