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Arbeit
Ausbildungsmagazin Kaufbeuren

(Foto: az)

Rechte und Pflichten eines Auszubildenden

Fällst du die Entscheidung, eine Ausbildung zu beginnen, ist das auch immer mit gewissen Rechten und Pflichten verbunden. Dein Schulabschluss hast du in der Tasche, du freust dich diesen Meilenstein in deiner Laufbahn erreicht zu haben. Nun stellt sich die Frage, welche Ausbildung ist die richtige für mich. Hast du deinen Berufswunsch gefunden und dich erfolgreich beworben, solltest du dir auch über deine Rechte als Azubi und auch über deine zu erfüllenden Pflichten im Klaren sein.

Deine Pflichten als Azubi

Mit deiner Unterschrift unter dem Ausbildungsvertrag, verpflichtest du dich, gewisse Regeln einzuhalten. Dazu gehört es, dass du dir des Ausbildungsziels bewusst bist und es stetig zu erreichen versuchst. Darunter fällt auch die sogenannte Lernpflicht, die für dich bedeutet, dass du dich bestmöglichst
bemühst, den erwählten Ausbildungsberuf zu erlernen. Psychisch sowie physisch.

Deine Pflichten gegenüber dem Betrieb

Es ist überaus wichtig, dass du keine Betriebsgeheimnisse ausplauderst.Dazu verpflichtet dich die Verschwiegenheitsvereinbarung, die du zu Beginn unterschreiben musst. Deine Ausbilder müssen sicher sein, dass die Geschäftsgeheimnisse bei dir sicher sind. Ein weiterer Punkt ist die Sorgfaltspflicht. Es ist somit deine Pflicht, die dir gegebenen Aufgaben gewissenhaft und mit bestem Gewissen auszuführen. Das ist auch nochmal im Berufsbildungsgesetz BBiG festgehalten. Daneben gibt es die sogenannte Bewahrungspflicht, die ebenfalls im BBiG verankert ist. Du musst mit allen dir übergebenen Materialien, Werkzeugen, Maschinen und ähnlichem pfleglich umgehen.

Des Weiteren sind dir in der Ausbildung Personen zugewiesen,die dich unter ihre Fittiche nehmen und von denen du Arbeitsaufgaben erhältst. Diesen Weisungen musst du Folge leisten. Auch die Einhaltung der Betriebsordnung ist für dich wichtig. Gilt ein Rauchverbot oder musst du spezielle Schutzkleidung tragen, so musst du dies ohne Widerspruch befolgen.Im Krankheitsfall bist du verpflichtet, deine Abwesenheit
im Betrieb oder der Berufsschule sofort zu melden. Hierbei darfst du die Krankschreibung vom Arzt nicht vergessen.

Deine Pflichten in der Berufsschule

Der Besuch der Berufsschule ist verpflichtend. Deine dortigen Leistungen sind für den Arbeitgeber sehr wichtig und du solltest dich dementsprechend anstrengen. Die Zeugnisse musst du deinem Ausbilder vorlegen. Eine Teilnahmepflicht gilt auch für externe Schulungen, für die du freigestellt wirst.

Deine Rechte als Auszubildender

Natürlich hast du nicht nur Pflichten als Azubi, sondern auch Rechte, auf deren Einhaltung du pochen kannst. Dazu zählt die angemessene Bezahlung. In einer dualen Ausbildung hast du das Recht auf eine monatliche Vergütung. Außerdem musst du nichts für Arbeitsmittel bezahlen. Diese müssen dir zur Verfügung gestellt werden, auch für deine Zwischen- und Abschlussprüfungen, damit du das Ausbildungsziel erreichen kannst.

Dein Ausbildungsziel steht an erster Stelle, deswegen kannst du Arbeitsaufträge, die aus einem themenfernen Bereich stammen, ablehnen. Der Betrieb ist auch zur Freistellung für Ausbildungsmaßnahmen verpflichtet. Darunter zählt in erster Linie die Zeit für die Berufsschule, aber auch sonstige Aktivitäten, die die Schule festsetzt. Das können beispielsweise Besichtigungen von anderen Betrieben sein.

Nach erfolgreicher Ausbildung hast du das Recht auf ein Zeugnis.Auf deinen Wunsch hin kannst du auch eines mit qualifizierten  Aussagen fordern, das dein Verhalten und Leistung im Betrieb thematisiert. Natürlich kannst du auch mit einem allgemeinen Zeugnis zufrieden sein.

Während der Ausbildung hast du das Recht auf eine Jugend und Auszubildendenvertretung. Dazu müssen mindestens fünf Azubis, dich mitgerechnet, noch nicht das 26. Lebensjahr erreicht haben. Dazu zählen auch normale Arbeitnehmer, die  das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Mit diesen Voraussetzungen kann eine Jugend- und Auszubildendenvertretung gewählt werden. Sie dient dazu, eure Interessen zu vertreten, gegenüber dem Betriebsrat und dem Arbeitgeber. Sollte dir die Ausbildung doch nicht zusagen, hast du die Möglichkeit zu kündigen. Das ist im Berufsbildungsgesetz verankert. Mit einer Frist von vier Wochen kannst du das Ausbildungsverhältnis kündigen.

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